Borderlands 2: Tiny Tina’s Assault on Dragon Keep
Borderlands 2: Tiny Tina’s Assault on Dragon Keep
Komponist*innen: Jesper Kyd, Raison Varner
Würfelpech
Zum Abschluss der großen Inhalts-DLCs kommt mit Tiny Tina’s Assault on Dragon Keep einer der wohl besten DLCs der Videospielgeschichte. Der war sogar so gut, dass er vor kurzem mit Tiny Tina’s Wonderlands seinen eigenen Standalone-Ableger bekam. Auch darin spielen wir eine Pen-&-Paper-Partie der durchgeknallten Sprengstoffexpertin Tiny Tina, die auf ihre Weise die Geschehnisse und das Ende des Hauptspiels Borderlands 2 aufarbeitet. Das war herrlich abgefahren, wirkte aber zu keiner Zeit gezwungen oder bemüht, sondern transportierte das Shooter-Gameplay unterhaltsam ins Fantasy-Szenario. Die Musik diente indes leider eher als schmückendes Beiwerk.
Der Score
Mit 13 Tracks ist der OST von Tiny Tina’s Assault on Dragon Keep der umfangreichste der DLC-Riege. Anders als bei denen hören wir in dieser Erweiterung ungewohnte Instrumente, die das Fantasy-Setting heraufbeschwören sollen. Die Komponisten Jesper Kyd und Raison Varner setzen neben Streichern und Bläsern auch auf Flöten und Posaunen, die ein wenig Overlord-Flair aufkommen lassen, was gut funktioniert. Bedauerlicherweise fehlt es dem Album an bestimmenden oder mitreißenden Motiven.
The Unassuming Happy DocksJesper Kyd, Raison VarnerBorderlands 2: Tiny Tina’s Assault on Dragon Keep klingt – wenig überraschend – nach dem Hintergrundrauschen einer Pen-&-Paper-Kampagne, The Forest (Ambience)Jesper Kyd, Raison VarnerBorderlands 2: Tiny Tina’s Assault on Dragon Keep düster und mysteriös und Mines of Avarice (Ambience)Jesper Kyd, Raison VarnerBorderlands 2: Tiny Tina’s Assault on Dragon Keep nach tumben, im Gleichschritt marschierenden Zwergen. Die Komponisten treffen damit genau den richtigen Ton für die stereotype Atmosphäre. Ein wenig mehr Gehaltvolles, wie beispielsweise in Richtung des fantastischen Scores zu Dark Messiah of Might and Magic, der ebenfalls von Sascha Dikiciyan und Cris Velasco komponiert wurde, hätte aber nicht geschadet.
Fazit
Der Score bleibt simples wie solides Hintergrundgeplänkel, das ohne den dazugehörigen Rahmen in der Bedeutungslosigkeit versinkt.