Age of Wonders 4

Cover

Age of Wonders 4

Komponist*in: Michiel van den Bos

2,5 / 5

Wunder gibt es viel zu häufig

Mit Blick auf meine Heroes of Might and Magic-Historie, hat es nicht zuletzt mich selbst überrascht, dass ich so gar keine Berührungspunkte mit der Age of Wonders-Reihe hatte. Rundenbasierte Fantasy mit Weltentdeckung und anspruchsvollen Taktikkämpfen – sollte doch eigentlich passen? Trotz dessen war nach nur wenigen Stunden im Vorgänger Age of Wonders III für mich die Luft raus. Es fehlte mir etwas der Ehrgeiz, mich tiefer in das Game zu versenken, und vielleicht wollte ich auch einfach nur wieder Heroes spielen. Trotzdem lasse ich es mir natürlich nicht nehmen, in die Scores der Serie zu hören und fange hier dieses Mal antichronologisch beim aktuellen Teil an.

Der Score

Verantwortlich zeichnet, wie bei allen Ablegern von AoW, Komponist Michiel van den Bos, der mir besonders durch seine Arbeit an den beiden Overlord-Spielen bekannt ist. Sein unverkennbarer Fantasy-Stil kommt auch im vierten Teil zur Anwendung: Dominante Streicher in Kombination mit wuchtigen Trommeln stehen sphärischem Harfenspiel gegenüber und verfrachten uns orchestral auf gewohnt gutem Niveau in Welten voller Fabelwesen und Magie. Allerdings wirkt der OST auf mich etwas zu formelhaft und kommt gleichsam zu höhepunktsarm daher. Für Leute, die zum ersten Mal etwas von van den Bos hören, wird das alles noch neu und spannend sein, mir sind die Parallelen zu seinen anderen Arbeiten dagegen zu deutlich.

Innerhalb einer Spielereihe mag dies noch zu verkraften sein, aber wenn man die Musik auch problemlos beim oben erwähnten Overlord einsortieren könnte, ist mir das zu wenig. Wo es beispielsweise einem Jeremy Soule gelingt, jedem Elder Scrolls-Album einen eigenen Spin zu verpassen (Morrowind = Aufbruch, Oblivion = Fantasy, Skyrim = Skandinavien), verschwimmen die Grenzen bei van den Bos. Und auch die HoMM-Serie hat es dank der Arbeit von Paul Romero und Rob King in mittlerweile sieben Ablegern geschafft, durch immer neue Facetten abwechslungsreich zu bleiben.

All das fehlt hier, weshalb der OST zu Age of Wonders 4 eher ein more-of-the-same statt eine Evolution entlädt. Mein Fazit fällt demnach denkbar belanglos aus und endet mit den Worten, derer sich jeder gute Rezensionist bedient: Fans greifen zu, alle anderen hören Probe.

01
The Highlander
Michiel van den Bos
4 04:37
02
Dawn Sun
Michiel van den Bos
3 03:33
03
What Lies Beyond Those Hills
Michiel van den Bos
3 04:39
04
Combat - Clashing Iron
Michiel van den Bos
4 04:53
05
Darklands
Michiel van den Bos
3 04:16
06
A Magnificent Vista
Michiel van den Bos
3 03:58
07
Sovereignty
Michiel van den Bos
3 04:07
08
Combat - The Undeterred Tactician
Michiel van den Bos
3 05:17
09
A Settlement Rises
Michiel van den Bos
3 03:50
10
Sphere of Influence
Michiel van den Bos
3 03:53
11
Tidecaster
Michiel van den Bos
3 04:25
12
Effortless Expansion
Michiel van den Bos
3 04:01
13
Combat - Anticipation
Michiel van den Bos
3 04:38
14
Fall Ascending
Michiel van den Bos
3 04:53
15
Flourishment
Michiel van den Bos
2 04:11
16
Combat - Battle Hardened
Michiel van den Bos
2 05:23
17
Mirage
Michiel van den Bos
3 04:07
18
Our Work Shall Commence at Dusk
Michiel van den Bos
2 04:19
19
Combat - Trampled Blades of Grass
Michiel van den Bos
3 04:38
20
Return from Heartwood
Michiel van den Bos
3 03:51
21
Whisper of the Gods
Michiel van den Bos
3 04:09
22
The Overlook
Michiel van den Bos
3 04:38
23
Combat - Planning and Execution
Michiel van den Bos
4 05:46
24
Morning Mist
Michiel van den Bos
3 03:54
25
Tales of Old
Michiel van den Bos
3 03:18
26
Seizing the Day
Michiel van den Bos
3 04:09
27
Peace and Prosperity
Michiel van den Bos
4 02:59
28
Sustained Growth
Michiel van den Bos
3 04:45

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