Yu-Gi-Oh! Forbidden Memories
Yu-Gi-No!
Der Score
Wessen Alarmglocken noch nicht bei den Worten PlayStation, Lizenzspiel und unbekannte Komponist*innen geschrillt haben, dürften spätestens beim Wort Gamerip wissen, dass uns unkuratierte Musikschnipsel ins Haus stehen. Davon bekommen wir 58 an der Zahl vorgesetzt, die strikt entweder wenige Sekunden, 1:50 oder drei Minuten lang sind. Muss nichts Schlechtes sein, möchte man meinen, aber das Album belehrt uns eines Besseren.
Wie für ein Rundenstrategiespiel üblich – das sind die meisten Kartenspiele ja – ist die Musik primär als Loop angedacht. Die drei, mir weniger bekannten Komponisten, Naoko Ishii, Waichiro Ozaki und Hiroshi Tanabe, liefern genau das ab: Highlightlose Szenenbeschreibung, die in manchen JRPGs vermutlich als Untermalung von langatmigen Dialogen gedient hätte. Hier ist es allerdings der Hauptbestandteil des Scores … und das reicht leider nicht, um zu begeistern.

Ich könnte jetzt tiefer ins Detail gehen, darüber sprechen, dass wir uns zwischen stereotyp orientalisch anmutenden und funky jazzigen modernen Tönen bewegen, dass die Musik mal ruhiger und mal anspornender ist … aber trifft das nicht auf so ziemlich jeden Score zu? Und wofür? Hat irgendjemand dieses Spiel in meiner Reviewsammlung vermisst? Kennt es abseits der Hardcorefans überhaupt irgendwer da draußen? Deshalb halte ich’s mit meiner Review genauso generisch wie die Schaffer der Musik, indem ich mit vielen Worten wenig sage.
Fazit
Hier ist absolut nichts Erwähnenswertes dabei, und selbst besagte Spieler*innen von damals dürfte kaum einer der Tracks im Gedächtnis geblieben sein. Spart euch die 2,5 Stunden Lebenszeit – oder 30 Minuten, wenn ihr (wie ich) vor dem ersten Loop skippt.