The Elder Scrolls Online: Necrom
Ske-let it be
Seit dem 2019 erschienenen Addon Elsweyr hatte es keine neue spielbare Klasse in The Elder Scrolls Online gegeben. Dies sollte sich mit der 2024er-Erweiterung Necrom ändern. Doch Name und Cover können für Verwirrung sorgen, denn auch wenn alles auf einen Auftritt der Knochenbeschwörer hindeutet, wurde der Nekromant bereits im oben benannten Khajiit-Kapitel eingeführt. Stattdessen gibt es mit dem Arkanisten eine weitere Magierklasse, die fröhlich Folianten verliest und mit reichlich Runen rasiert.
Der Score
Wo bei der Charakterklassenzahl aufgestockt wurde, reduziert sich beim Score die Menge an Tracks auf nunmehr neun. Gleichzeitig steigt die Gesamtdauer des Albums im Vergleich zu den vorherigen Addons auf annähernd 1,5 Stunden. Das Resultat sind Stücke mit einer Länge von bis zu 15 Minuten. Wer mich kennt, der weiß: no me gusta. Es gibt natürlich Ausnahmen, aber dass ein*e Komponist*in mit einem Stück über die Dauer von drei bis fünf handelsüblichen Popsongs fesseln kann, kommt selten vor.
Inhaltlich würde das Album ebenfalls sehr gut zum fantasytypischen Gruselableger passen, kommt der Score doch generell recht düster und bedrohlich daher. Das beginnt bereits im Theme Song Shadow Over MorrowindBrad DerrickThe Elder Scrolls Online: Necrom, der das schöne Elder Scrolls-Theme in den Mollbereich verfrachtet und mit Dissonanzen für Nackenhaarbewegung sorgt. Andere Stücke wie The Cephaliarch’s DomainBrad DerrickThe Elder Scrolls Online: Necrom oder The Colour of All KnowledgeBrad DerrickThe Elder Scrolls Online: Necrom sind gespenstig gruselig, während From Ald Isra to Tel DrelothBrad DerrickThe Elder Scrolls Online: Necrom und City of Shadow and AshBrad DerrickThe Elder Scrolls Online: Necrom eher den hoffnungsfrohen Aufbruchscharakter transportieren. A Sanguine SymphonyBrad DerrickThe Elder Scrolls Online: Necrom und A Battered Past, a Furious FutureBrad DerrickThe Elder Scrolls Online: Necrom sind dann wieder typische TESO-Actionkost.
Fazit
Letztlich liefert Necrom zwar gewohnt stimmungsvolle Düsternis für Arkanisten-Fans, verliert sich für meinen Geschmack aber etwas zu sehr in orchestralen Marathon-Sitzungen.