Pillars of Eternity: The White March
Strammer Marsch
Im August 2015, also noch im gleichen Jahr wie das Hauptspiel, erschien mit The White March Part I der erste Teil der Erweiterung, fünf Monate später folgte Part II. Der dazugehörige Soundtrack, den ich aus der Deluxe Edition des Hauptspiels entnommen habe, weist die gleiche Struktur auf, weshalb die Tracks 1-10 zum ersten und 11-19 zur zweiten Erweiterung gehören. Ich verzichte trotzdem an dieser Stelle auf eine entsprechende Aufteilung der Alben, denn es stellt sich die Frage: Cui bono?
Der Score
Profiteure an der Musikfront dürften derweil alle jene sein, die mehr vom Hauptspiel wollten. Wie zuvor bereits erwähnt, sind die Tracks eigentlich Teil der Deluxe Edition und folglich ebenfalls von Justin E. Bell. Im Gegensatz zum Hauptspiel lösen sie zwar weniger Begeisterung bei mir aus, trotzdem kann ich das Album empfehlen. Das liegt daran, dass Bells Stücke erneut Assoziationen an Soundtrack-Größen in mir wecken, wie bei Stalwart VillageJustin E. BellPillars of Eternity: The White March an das Rivendell-Theme aus Der Herr der Ringe: Die Gefährten, oder Cayron’s ScarJustin E. BellPillars of Eternity: The White March an den dritten Harry Potter-Film.
Neben weiteren Anleihen, wie dem Frauenchor in The White ForgeJustin E. BellPillars of Eternity: The White March, der an The Witcher 3 erinnert, setzt Bell mit Gregorianischen Chören in Abbey of the Fallen MoonJustin E. BellPillars of Eternity: The White March oder Redux-Versionen von Titeln aus dem Hauptspiel weitere Akzente. Neben dem oben erwähnten Stalwart VillageJustin E. BellPillars of Eternity: The White March fällt die Highlight-Dichte zwar etwas geringer aus, nach den ersten Tracks gewinnt der Score allerdings merklich an Qualität.

Fazit
Obwohl Justin Bell hier seltener zur kompositorischen Höchstform aufläuft als im Hauptspiel, bleibt der Soundtrack eine atmosphärisch dichte und stilsichere Ergänzung, die das Fantasy-Gefühl mit gekonnten Referenzen an die ganz Großen des Genres lebendig hält.