Heroes of Might and Magic: A Strategic Quest

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Heroes of Might and Magic: A Strategic Quest

Komponist*in: Paul Anthony Romero

3,0 / 5
21. Dezember 2019

Ein Grund-, aber kein Meilenstein

Kaum eine andere Serie steht für gelungene Rundenstrategie wie die altehrwürdige Heroes of Might and Magic-Reihe. „Nur noch diesen einen Zug, nur noch die eine Stadt einnehmen, nur noch das eine Level.“ Die Endlosschleife der Motivation lässt aus Minuten Stunden werden, in denen wir unser Reich vergrößern, Schätze finden und Schlachten schlagen. Das Might and Magic-Setting führt uns in eine Fantasiewelt, in der jedes folkloristische Fabelwesen, jede mythische Kreatur in der ein oder anderen Art zum Leben erweckt wird. Zwerge, Elfen, Phönixe, Hydren und noch viele weitere Gestalten können wir rekrutieren und ins Feld führen. Griechische trifft nordische Mythologie, asiatische Wassergeister auf ägyptische Gottheiten – alles egal, Hauptsache, es macht Spaß.

Seinen Ursprung fand die Strategiereihe in genau diesem Spiel, Heroes of Might and Magic von 1995 – erschienen also drei Jahre nach meiner Geburt. Zu der Zeit fing ich gerade mit dem Sprechen an und Zocken stand noch als Silberstreif weit, weit entfernt am Horizont. Deshalb habe ich tatsächlich nur diesen Teil nicht gespielt, sondern bin mit dem Nachfolger Heroes of Might and Magic II: The Succession Wars eingestiegen. Der erschien nämlich ein Jahr später, also genau als ich im richtigen Alter für Videospiele war.

Der Score

In Bezug auf den Soundtrack gibt es deshalb für diesen Ableger keinen Nostalgie-Bonus, keine verklärte Sicht auf die Vergangenheit. In diesen Fällen kann ich mir dann ungefähr vorstellen, wie sich der geneigte Besucher dieser Webseite fühlt, wenn ich irgendwelche MIDI-Tracks über den Klee lobe. „Das ist doch nur quietschiges Gedudel, wie kann man so etwas gut finden?“ Ja, hier kann ich es nachvollziehen. Nette Melodien, die zum Charme des Gaming-Oldies passen, aber auch schon seit Langem den Geruch der Mottenkugeln in sich aufgenommen haben.

Komponist Paul Romero hat übrigens auch die Soundtracks der Nachfolger mitkomponiert, was dazu führt, dass die Serie wie aus einem Guss klingt und jeder neue Ableger dem Ganzen eine neue Facette hinzufügt. Spätestens in Heroes of Might and Magic V zeigt der Komponist dann sein ganzes Genie, mit aufgesetzter Nostalgiebrille sogar noch deutlich früher. Für Teil 1 reicht es da aber in meinen Augen leider noch nicht, aber aller Anfang ist ja bekanntlich schwer.

Autor Avatar

Fazit

Man muss bedenken, dass es sich um das musikalische Erstlingswerk des US-Amerikaners handelt. Zumindest im Gamingbereich, sein erstes Concerto hat er dagegen bereits mit 13 geschrieben. Wirklich herausstechen tut beim ersten Heroes of Might and Magic nichts, weder negativ, noch positiv.

01
Opening
Paul Anthony Romero
3 01:29
02
Victory
Paul Anthony Romero
2 00:22
03
Knight City
Paul Anthony Romero
4 04:30
04
Combat 1
Paul Anthony Romero
4 02:49
05
Barbarian City
Paul Anthony Romero
4 03:48
06
Combat 2
Paul Anthony Romero
3 01:50
07
Sorceress City
Paul Anthony Romero
3 03:18
08
Combat 3
Paul Anthony Romero
3 02:04
09
Warlock City
Paul Anthony Romero
4 04:32
10
Combat 4
Paul Anthony Romero
4 02:27
11
Counqer All
Paul Anthony Romero
3 01:07
12
Enemy Spy
Paul Anthony Romero
3 01:08
13
Heroes March
Paul Anthony Romero
4 01:11
14
The Castle Has Fallen
Paul Anthony Romero
2 00:16
15
Defeat
Paul Anthony Romero
2 00:22

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