Dropzone

Cover

Dropzone

Komponist*in: Grant Kirkhope

3,5 / 5
31. Juli 2023

Drip drop, the sound of flop

Was ist Dropzone? Stellt man dem Internet diese Frage, wird man zunächst auf eine Speicher-App verwiesen. Bei YouTube-Videos mit dem Titel handelt es sich um unspektakuläre Gaming-Collagen, Aftermovies eines Festivals oder Ausschnitte des gleichnamigen Films von 1994. Wikipedia? Da gibt’s zwar ein Spiel namens Dropzone, nur ist das fast 40 Jahre alt und für den Atari 8-Bit und C64 erschienen. Aber dieses Dropzone stammt doch aus 2017! Zum Glück habe ich die Steamseite des Spiels gefunden, ansonsten hätte ich doch stark an meinen Rechercheskills gezweifelt.

Dropzone ist scheinbar ein Sci-Fi MOBA, auch wenn die Produktseite es als Top-Down-Strategiespiel mit den Spielmodi 3vs3, 2vs2 und 1vs1 anpreist. Ein bisschen DOTA meets StarCraft. Den Reviews zufolge aber eine eher mittelprächtige Vereinigung. Dass das Spiel mit Release am 15. Februar 2017 immer noch im Early-Access ist, lässt nichts Gutes vermuten. Warum verschwende ich dann also meine wertvolle Lebenszeit darauf? Weil der Soundtrack von einem Komponisten stammt, der sein Handwerk versteht.

Grant Kirkhope dürfte Lesern dieser Webseite mittlerweile ein Begriff sein, erschuf er doch beispielsweise mit Donkey Kong 64 und GoldenEye 007 echte Klassiker. Ob ihm das auch bei Dropzone gelungen ist? Nun … nein. Jedem, der schon mal ein futuristisches Game mit Actionfokus gespielt hat, wird hier Bekanntes in die Gehörgänge geschallert. Weniger unterhaltsam als Overwatch und weniger spektakulär als Supreme Commander, klingt der zwölf Track lange Score wie aus einem x-beliebigen Superheldenstreifen entliehen: In der Hitze des Gefechts sicherlich passend, rangiert der OST für mich irgendwo im Mittelfeld, umgeben von Titanfall, Warhead und der Wagner Steinofen Pizza.

Autor Avatar

Fazit

Warum verschwendet man Lebenszeit auf ein Spiel, das keiner kennt? Wegen des Komponisten. Warum bereut man es am Ende doch? Weil auch der hier nur auf Autopilot läuft. Der Dropzone-OST ist der Inbegriff von „Ganz okay“: Ein bisschen Bombast hier, ein paar Streicher da, aber null eigener Charakter. Letztendlich ist das Album wie das Spiel: Ein Early-Access-Produkt, das nie ganz fertig wurde und sich auf den Spuren von Titanfall verlaufen hat.

01
Dropzone
Grant Kirkhope
4 01:28
02
Orbiting
Grant Kirkhope
2 05:22
03
Core Hunting
Grant Kirkhope
4 04:45
04
Core Rush
Grant Kirkhope
4 04:02
05
First Drop
Grant Kirkhope
3 03:12
06
Bug Crushing
Grant Kirkhope
4 03:37
07
Gear Up
Grant Kirkhope
3 03:39
08
Landfall in 10
Grant Kirkhope
3 03:49
09
Juggernaut
Grant Kirkhope
4 02:07
10
Poachers
Grant Kirkhope
4 03:44
11
The Beneath
Grant Kirkhope
4 03:41
12
Welcome to Europa
Grant Kirkhope
4 03:26

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