Borderlands 2: Mr. Torgue’s Campaign of Carnage
Make Amerika Mr. Torgue Again
Die Borderlands-Reihe ist bekannt für ihre aberwitzigen und überdrehten Charaktere. Der DLC Mr. Torgue’s Campaign of Carnage dreht sich um den namensgebenden Waffenhersteller Mr. Torgue, dessen Badass-Attitüde, seine Liebe zum Kapitalismus, Monstertrucks und vor allem Waffen – der Begriff „Ballerballer“ passt also wunderbar Was 2012 noch als Persiflage amerikanischer Stereotype galt, trägt heute MAGA-Hüte und wählt Faschisten.
Tatsächlich ist Mr. Torgue in dieser Hinsicht deutlich nuancierter als seine realen Ebenbilder, da er trotz seiner Hypermaskulinität als überzeugter Feminist auftritt. Zudem lässt er hin und wieder tiefgründige Gedanken hinter der Fassade durchscheinen und entwickelt später viel Freude am Hobby Pen & Paper, wie die Erweiterung Tiny Tina’s Assault on Dragon Keep später zeigte.
Spielerisch war dieses Addon für mich dennoch eine der schwächeren Veröffentlichungen, da sie sich im Kern auf Arenakämpfe und das Niedermähen von Gegnerhorden konzentriert. Sicherlich ist das gewissermaßen der Kern der Reihe, doch auf diesen reduziert, ist mir das Gameplay dann doch etwas zu stumpf.
Der Score
Bei den Borderlands-Spielen wird in der Kompositionsriege gerne rotiert, weshalb die acht Tracks dieses Addons von Jesper Kyd und Kevin Riepl stammen. Während die entspannten Ambience-Tracks den typischen Tumbleweed-Stil des Hauptspiels aufgreifen, kommen bei den Combat-Songs die E-Gitarren verstärkt zum Einsatz. Dieser Mix aus stereotypem Country-Rock und Metal umreißt das Naturell des Protagonisten treffend.

Fazit
Wer den Borderlands 2-Stil mag, darf sich auf einige gelungene Riffs und Soli freuen. Meiner Meinung nach fällt das Album jedoch, genau wie das eigentliche Addon, in die Kategorie: Kann man machen, muss man aber nicht.