Anno 1701: Der Fluch des Drachen
Verflucht gut
Der Name verrät es schon, im Addon Der Fluch des Drachen geht’s ins Fernöstliche, mit einer tollen Kampagne, die ich aber nicht gespielt habe. Auch musikalisch wird die Asia-Thematik augegriffen und Dynamedion-typisch hochwertig in Szene gesetzt … wenn auch nicht sonderlich aufregend. Dies wird besonders im Titelsong Eye of the DragonTilman Sillescu, Pierre Langer deutlich. Hier kündenden in der Einleitung Bläser vom Aufbruch, bevor Streicher eine getragene Melodie aufspielen.
Das klingt toll und lässt auf Großes hoffen, eine kulturelle Einordnung findet darin aber nicht statt. Der Track könnte stattdessen so auch im Hauptspiel auftauchen, Erwartungen an Fernost werden nicht erfüllt. Tatsächlich gibt es nur wenige Lieder, die das Asia-Thema aufgreifen und beispielsweise durch Panflöten (The Simple LifeTilman Sillescu, Pierre Langer, Eastern KingdomTilman Sillescu, Pierre Langer) oder mythische Atmosphären (Ancient CityTilman Sillescu, Pierre Langer) inszenieren.
Das muss kein Minuspunkt sein, schließlich ist das Bedienen von Stereotypen und bekannten Tropen kein Garant für Qualität. Es fällt nur auf, dass bei einem Spiel, das sich so deutlich und serienuntypisch in ein Setting bewegt, dieses akustisch kaum in den Vordergrund gestellt wird. Jenseits solcher Kritik hören wir über große Teile typische Anno-Kost (Call to PortsTilman Sillescu, Pierre Langer, For His GloryTilman Sillescu, Pierre Langer, For His Glory IITilman Sillescu, Pierre Langer, Greedy TimesTilman Sillescu, Pierre Langer und Crimson SkiesTilman Sillescu, Pierre Langer), die Spaß macht, so oder so ähnlich aber auch in anderen, von Dynamedion orchestrierten Spielen wie Die Gilde 2, Runes of Magic oder SpellForce 2 auftauchen könnte. Fans wie mir gefällt das.





