Fallout 2
Morgan, Morgan, nur nicht heute …
Der Score
Einen Favoriten bei der Soundtrack-Front werde ich ebenso wenig benennen, schließlich wählte Komponist Mark Morgan den einfachen Weg und recycelte über die Hälfte der Tracks für Fallout 2. Somit schrumpft die Masse an neuer Musik auf acht Stücke, die das bekannte Motiv aus Teil 1 fortführen – zumindest größtenteils.
Zwar dürfen wir erneut keine akustische Offenbarung erwarten, transportiert der Score doch das Gefühl der Ödnis, Verlassenheit und Weite einer postapokalyptischen Endzeit. Allerdings scheint sich die Menschheit innerhalb der 80 Jahren technologisch und urban weiterentwickelt zu haben, dass wir in Stücken wie Biggest Little City in the WorldMark MorganFallout 2 und All-Clear SignalMark MorganFallout 2 Größe und Metropolenstimmung serviert bekommen. Die fast schon Steampunk-esque Soundkulisse aus Synthies und Beats wirkt gleichermaßen bedrohlich wie düster, schafft dadurch aber einen schönen Kontrast zum primitiven Einerlei der restlichen Stücke.
Beyond the CanyonMark MorganFallout 2 klingt mit seinen Vocals spacig und fast schon wie ein Ableger der früheren Civilization-Teile. Dream TownMark MorganFallout 2 macht derweil seinem Namen alle Ehre und ist zum Schnarchen, während durch die E-Gitarren-Riffs in My Chrysalis HighwaymanMark MorganFallout 2 und Gold SlouchMark MorganFallout 2 Westernstimmung aufkommt. Rein wertungstechnisch kommt Fallout 2 damit besser als sein Vorgänger weg, aber weniger aufgrund der Technik, sondern des etwas aufregenderen Settings – zumindest musikalisch.

Fazit
Trotz vereinzelter atmosphärischer Lichtblicke bleibt dieser Score am Ende eine mutlose akustische Resteverwertung, die zwar das Ödland-Feeling bedient, aber als kreative Eigenleistung viel zu tief im Radioaktiv-Sumpf stecken bleibt.
- Auch enthalten in Fallout
- Auch enthalten als „“ in anderem Album
- Auch enthalten als „Followers' Credo“ in Fallout