Die Sims: Das volle Leben
Ein historisches Allerlei
Das Addon Das volle Leben für Die Sims (im Englischen Livin‘ Large) ist in mehrerlei Hinsicht historisch. Zum einen war es die allererste Erweiterung für Electronic Arts‘ Gelddruckmaschine. Während Die Sims 4 heutzutage Erweiterungen im zweimonatigen Rhythmus erhält, war die Vorstellung, nach nur einem halben Jahr plötzlich mehr Sims zu haben, für mich schlicht ein Traum.
Deshalb fiel auch der zweite historische Fakt nicht so schwer ins Gewicht: Die Erweiterung hatte kein echtes Oberthema. Während Erweiterungen wie Megastar oder Urlaub Total bereits recht gut umrissen, in welche thematischen Gefilde es gehen würde, bot Das volle Leben schlicht „mehr“ Inhalt: neue Möbel, Böden, Tapeten und Karrieren.
Der Score
Dieses „Mehr von allem“ bezog sich dabei leider nicht auf die Musik. Die stammt zwar erneut von Jerry Martin, bietet aber mit dem sehr vergessenswerte Loading LoopJerry MartinDie Sims: Das volle Leben nur einen einzigen Track. Das Gepfeife und Gerassel wirken deplatziert und will so gar nicht zum Spielinhalt passen. Wer auf Tribal-Beats aus dem Hinterhof steht, wird hier vielleicht seine Freude haben.
Fazit
Was aus heutiger Sicht recht mager klingen mag, war damals absolut ausreichend – schließlich führte die Erweiterung ikonische Charaktere wie den Sensenmann, einen Putzroboter und den Flaschengeist ein. Verglichen mit späteren Erweiterungen wie dem knapp zehn Euro teuren Die Sims 4: Mein erstes Haustier-Accessoires – einem DLC für den 40-Euro-DLC Die Sims 4: Hunde & Katzen (man muss sich das einmal vorstellen) – kann man Das volle Leben fast schon als Musterschüler bezeichnen. Nur musikalisch leider nicht.