Top 20 High Fantasy-Scores

Was haben Verschwörungstheorien, die Wachsmalstiftmalereien an den elterlichen Zimmerwänden und die Pariser Modewelt gemeinsam? Richtig, sie alle entstammen der Fantasie, dem Schaffensgedanken, dem Fantastischen. Entsprechend kann man mit viel Wohlwollen (oder Fantasie, höhö) so ziemlich jedes fiktive Werk dem Fantasy-Genre zuschreiben. Eine „Top Fantasy Liste“ müsste also entweder sehr lang sein oder würde viele tolle Scores auslassen!

Zum Glück haben dieses Problem schon viele Leute vor mir erkannt, weshalb es zahlreiche Unterkategorien und -klassifizierungen gibt, die bei der Zuordnung helfen. Diese Top 20 widme ich deshalb dem wohl beliebtesten Fantasy-Genre: der High Fantasy. Anders als der Name es vielleicht vermuten lässt, hat die nichts mit bewusstseinserweiternden Mitteln zu tun, sondern dreht sich nach der Definition von Lloyd Alexander (1971) um Geschichten, die in einer gänzlich sekundären, sprich fiktiven, Welt spielen.

Der Author B.K. Bass fasst es auf seinem Blog folgendermaßen zusammen: „[Die sekundäre Welt ist] eine Umgebung, die von unserer Realität völlig getrennt ist. Egal, ob sich die Geschichte auf ein einzelnes Dorf oder einen ganzen Planeten konzentriert, es ist ein Ort, der in unserem Universum nicht vorkommt. Diese Schauplätze haben oft ihre eigenen kosmologischen und metaphysischen Regeln und werden von fantastischen Völkern und Kreaturen bevölkert.“

Durch die eigenen (physikalischen) Regeln grenzt sich das Genre im Übrigen von der Science-Fiction ab, die häufig auf den uns bekannten Gesetzmäßigkeiten aufbaut. Weitere Indikatoren für eine High-Fantasy-Welt sind fantastische Wesen wie Elfen, Zwerge und Orks, Monster (z.B. Drachen), Magie und Götter. Zudem spielt die Geschichte meist in einem mittelalterlichen Setting. Jedoch stellt Bass klar: „Keines dieser Merkmale ist für die High Fantasy entscheidend. Der Schauplatz der Sekundärwelt ist das einzige definierende Element – alles, was darüber hinausgeht, kann in unterschiedlichem Ausmaß enthalten sein. Beim Schreiben von High Fantasy legt der Autor die Regeln für sein Setting fest. Man kann eine Welt ohne Magie haben, die von Elfen und Zwergen bevölkert wird, oder eine, die nur von Menschen bevölkert ist, aber voller Magie.“

Das klassischste Beispiel für High Fantasy, auf dem Alexanders Einordnung basiert, ist J. R. R. Tolkiens Der Hobbit. Dessen zweite Buchreihe, Der Herr der Ringe, fällt zwar ebenfalls in das Genre, die korrekte Beschreibung wäre allerdings ‚Epic Fantasy‘, ein Sub-Subgenre, das sich um größere Konflikte und königreichumspannende Kriege dreht. Faszinierend, oder? Doch genug der Erklärung, lasset uns lieber zur eigentlichen Liste übergehen.

Wie bereits erwähnt, ist das Feld der Fantasy-Videospiele üppig bestellt. Aus diesem Grund habe ich – trotz der Spezifizierung des Genres – statt einer Top 10 eine Top 20 zusammengestellt, also 10 Plätze extra! Umgekehrt werden Alben wie Dark Souls (Dark Fantasy) oder Harry Potter (Low Fantasy), die hier fehlen, irgendwann ihre eigene Liste bekommen. Bei der Klassifizierung der Vorauswahl hat mir ChatGPT geholfen, falls ein Spiel oder eine Reihe eurer Meinung nach zu Unrecht auftauchen sollte, wusste ich es nicht besser und habe mich in die Irre leiten lassen – sorry!

Ansonsten bleibt alles beim Alten: Es geht nur um die Anzahl der Top-Tracks pro Album, Videospielreihen werden zusammengefasst. Folglich haben Franchises im Vergleich zu kleineren IPs den Weg zum Podest zwar einfacher, trotzdem müssen sie ausreichend gute Musik abliefern. Und ich bringe erneut gerne den Disclaimer, dass ich nicht jeden Soundtrack dieser Welt gehört habe. Falls eurer Meinung nach also etwas fehlen oder ich mir Album XY (noch)mal anhören sollte, schreibt es gerne in die Kommentare.

Nun erwartet euch ein Spektakel, wie es nur die Grandeur von fantastischer Musik für fantasiereiche Spiele abzufeuern vermag. Ich wünsche viel Spaß!

Platz 20-16

20

Xenoblade Chronicles (2010)

Komponist(en): Manami Kiyota; ACE (Tomori Kudo, CHiCO & Kenji Hiramatsu); Kenji Hiramatsu; Yoko Shimomura; Yasunori Mitsuda


5-Sterne-Tracks: 6

Als jemand, der für ein Jahr in Griechenland war (random sidenote), weiß ich, dass „Xenos“ übersetzt sowohl „der Fremde“, als auch „der Gast“ bedeutet. Als Serienfremder hilft mir dieses Wissensnugget bei der Frage, um was es bei den Xenoblade Chronicles-Spielen geht, leider so gar nicht. IMDb fasst die Story des Spiels wie folgt zusammen:

In einer Welt aus endlosem Ozean zehrt alles Leben von den Überresten zweier gigantischer Titanen, den Bionis und Mechonis. Als die Armee der Mechonis seine Heimat angreift, macht sich der junge Wissenschaftler Shulk auf, um Rache zu nehmen.

Storytechnisch klingt das also absolut nach High Fantasy und musikalisch nach klassisch japanischem Rollenspielepos. Berührende Streicherstücke (Thoughts to a Friend) geben hier dramatischen Kampftracks (One Who Gets in Our Way) die Klinke in die Hand. Das alles ist nicht neu, aber gut gemacht. Ohne in die zahlreichen Nachfolger reingehört zu haben, reicht das für nur den Einsteigerplatz dieser Liste. Doch mit Blick auf die beiden Nachfolger und deren Erweiterungen ist da sicherlich zukünftig mehr drin.


19

Baldur’s Gate

enthält Baldur’s Gate (1999) | Baldur’s Gate II: Thron des Baal (2001) | Baldur’s Gate 3 (2023)

Komponist(en): Michael Hoenig; Howard Drossin; Inon Zur; Borislav Slavov
5-Sterne-Tracks: 6

Anders als bei den Xenoblade-Spielen hat die Tatsache, dass die Baldur’s Gate-Serie nicht weiter oben steht, nichts mit meinem fehlenden Wissen bezüglich der Vorgänger vom herausragenden dritten Teil zu tun. Deren Musik ist nur als klassische Rollenspielmusik um die Jahrtausendwende einfach nicht so mega spannend. Baldur’s Gate 3 hat dagegen ein paar sehr gute Stücke mit Nostalgiebonus, aber mit insgesamt vier leider nicht genug in der Menge. Vielleicht muss ich aber auch nochmal reinhören, um den musikalischen Wertungsspiegel anzupassen. Für diese Liste landet die altehrwürdige Reihe deshalb ‚nur‘ auf Platz 19, irgendwo down, down, down by the river …


18

Runes of Magic (2009)

Komponist(en): Tilman Sillescu; Pierre Langer; Dynamedion
5-Sterne-Tracks: 7

Da MMORPGs ja für gewöhnlich auf Langlebigkeit ausgelegt sind (wie Games-as-a-Service-Titel ebenfalls), haben Vertreter dieses Genres gute Chancen auf einen Listenplatz. Runes of Magic macht als einer von sechs Vertretern den Anfang und landet mit sieben Top-Titeln auf Platz 18. Wie, noch nie von Runes of Magic gehört? Dabei ist das Spiel des taiwanesischen Studios Runewaker Entertainment schon seit 2009 auf dem Markt und wird der Seite mmo-population zufolge noch von rund 26.000 Spieler*innen belebt. Gut, damit belegt es Platz 120 von 140 auf besagter Seite (auf Platz 1 steht übrigens World of Warcraft mit circa 162,4 Millionen Spieler*innen), aber das soll uns egal sein.

Runes of Magic ist ganz klassisches Fantasygedöns mit Elfen, Magie und einer großen Menge an Möglichkeiten, Zeit und Geld zu versenken. Der Grund, warum es auf dieser Liste landete, ist natürlich sein Soundtrack. Der wurde überwiegend vom deutschen Musikproduktionsstudio Dynamedion erdacht, das uns weiter unten in dieser Liste erneut begegnen wird und featuret (aus für mich unerklärlicher Gründen) unter anderem Songs aus anderen Spiele wie Anno 1701 oder Die Gilde 2. Zweitverwertung? Rechteabgabe? Keine Ahnung.

Aus Fairnessgründen berücksichtige ich die Stücke an dieser Stelle nicht, jedoch brauche ich das mit Blick auf die diversen originären Tracks aus Runes of Magic auch nicht. Allen voran steht das herausragende Main Theme Runes of Magic: Chapter I – Rise of the Demon Lord [Original]. Es ist laut, es ist bewegend, es ist Fantasy und ich liebe es.


17

Immortals Fenyx Rising (2020)

enthält Myths of the Eastern Realm (2021) | The Lost Gods (2021)

Komponist(en): Gareth Coker
5-Sterne-Tracks: 7

Ein Spiel, das ich eigentlich mal spielen wollte, das ultimativ aber zu beliebig war und mit den neusten Zelda-Spielen einer zu starken Konkurrenz im Kampf um meine begrenzte Freizeit erlag, war Immortals Fenyx Rising. Als sterblicher Fenyx versuchen wir unseren Bruder zu retten und schlagen uns im Kampf gegen den Giganten Typhon durch die griechische Mythologie. Begleitet wird dieses Heldenepos von der Musik von Gareth Coker, der sein Talent für packende Tracks schon bei den Ori-Spielen, Halo Infinite oder zuletzt Prince of Persia: The Lost Crown unter Beweis stellen durfte.

Für Ubisofts Open World Action Adventure baut Coker eine passende Klangmischung aus Ithaka-Idyll und Sagenschlach. Diese transportiert er für die Erweiterung Myths of the Eastern Realm sogar in die asiatische Mythologie. Fenyx Rising erfährt so eine musikalische Ernsthaftigkeit, die man bei dem Comiclook zunächst nicht erwarten würde, wirkt allerdings nie over the top. Attribut: Sehr gut!


16

God of War

enthält God of War II (2007) | God of War III (2010) | God of War: Ghost of Sparta (2010) | God of War: Ascension (2013)

Komponist(en): Cris Velasco; Tom Holkenborg (Junkie XL); Gerard Marino; Mike Reagan; Ron Fish; Jeff Rona; Tyler Bates
5-Sterne-Tracks: 7

Besser hätte ich mir den Kontrast nicht ausmalen können, folgt mit God of War doch auf die kinderfreundliche Rettungsgeschichte im griechischen Pantheon nun dessen vollkommene Dekonstruktion. Dabei ist zu sagen, dass mir diese Reihe durch die ChatGPT-Sortierung fast durchgegangen wäre, wollte die KI es doch unter ‚Low Fantasy‘ einsortieren. Ich: „Warum ist God of War nicht auf der Liste, wenn es Fenyx Rising ist?“ ChatGPT: „Guter Punkt, da habe ich mich wohl vertan.“ Danke für nichts.

Trotzdem konnte ich mich der Logik des Algorithmus nicht verschließen, weshalb ich für diese Liste nur die alten GoW-Spiele berücksichtige, die in der griechischen Antike spielen. Das 2018er God of War im nordischen Götteruniversum landet dagegen in besagter Low-Fantasy-Liste, da diese Abenteuer etwas geerdeter daherkommt … klingt komisch, ist aber so. Infolgedessen belegt die Reihe zwar in beiden Fällen keine Podiumsplätze, verdient aber allemal ihre Erwähnung oder, wie in diesem Fall, Platz 16.

Kaum eine andere Serie setzt epische Zerstörung, den Kampf David gegen Goliath so gekonnt in Szene, wie die Geschichten um den Rachefeldzügler Kratos. Seien es die grandiosen Kulissen (The Isle of CreationGod of War II), die dramatischen Kämpfe (Warrior’s TruthGod of War: Ascension) oder epische Themen (Brothers of BloodGod of War III) – schon in der Antike wusste die Serie zu überzeugen. Und wo Fenyx Rising musikalisch wie ein Boxkampf wirkt, ist God of War MMA in einem Ring aus Feuer.

Platz 15-11

15

Castle Crashers (2008)

Komponist(en): Matthew Harwood
5-Sterne-Tracks: 8

Und wieder drehen wir uns in eine komplett andere Richtung, die sich auf Platz 15 eingenistet hat: Castle Crashers. Die knallbunte Koopsause hat mit heroischem Heldendasein zwar ungefähr so viel gemein wie diese Liste mit Allgemeingültigkeit, trotzdem hat sie sich ihren Platz darin durch ihr Fantasysetting genauso gesichert wie mit ihrer hervorragenden Musik. Die landete nicht umsonst schon in meiner 2021er-Liste der Top 10 Indie-Scores.

Damals wie heute begeistern mich acht der insgesamt 45 Tracks besonders. Die Fankompositionen klingen durch ihren Mix aus Electro, Techno und schnellen Beats zwar nicht wie das gewohnte Fantasyspektakel, aber darum geht es in dieser Liste ja nur bedingt. Wenn die Musik passt, dann passt sie, und für den abgedrehten Humor der rechtschaffenden Ritterkeilerei hätte ich mir nichts anderes wünschen können.


14

World of Warcraft (2004)

enthält Wrath of the Lich King (2008) | Cataclysm (2010) | Mists of Pandaria (2012) | Warlords of Dreanor (2014) | Legion (2016) | Battle for Azeroth (2018)

Komponist(en): Jason Hayes; Russell Brower; Derek Duke; Edo Guidotti; Neal Acree; David Arkenstone; Glen Stafford; Sam Cardon; Jeremy Soule; Tracy W. Bush
5-Sterne-Tracks: 10

Dass es Blizzards langlebiger Genreprimus ‚nur‘ auf Platz 14 schafft, ist eigentlich eine Schande. Umgekehrt überzeugt die Musik des MMORPG-Platzhirschs primär in den Cutscenes sowie außerhalb des eigentlichen Spiels – Klassiker wie das Opening Theme Legends of Azeroth mal ausgenommen. Songs aus Zwischensequenzen sind aufgrund ihres narrativen Fokus bei mir eher selten im 5-Sterne-Sektor angesiedelt, umso erstaunlicher ist das gute Abschneiden. Bei Fans dürften vermutlich mehr Stücke aus dem Hauptspiel und den diversen Erweiterungen extatische Freudensprünge hervorbringen, für mich als MMO-Hasser sind es derweil nur die objektiven (aka subjektiven) Top-Tracks, die ich ins Herz geschlossen habe.

Trotzdem gelingt den zahlreichen Alben immer wieder zu überraschen und Titel zu präsentieren, die einfach richtig, richtig gut klingen und Spaß machen. Und mit Invincible aus der Wrath of the Lich King-Erweiterung liefern die Komponisten einen der besten und berührendsten Videospieltitel aller Zeiten, der es (wie ich finde zu Recht) auch in meine Top 15 Traurigste Tracks geschafft hat.

13

Gothic 3 (2006)

Komponist(en): Kai Rosenkranz
5-Sterne-Tracks: 11

Die Frage „Wann kommt endlich Gothic?“ kann ich guten Gewissens mit „Jetzt!“ beantworten. Gothic kommt jetzt … wobei eigentlich eher Gothic 3. Denn auch wenn die Themen aufeinander aufbauen, ist es (meiner Nostalgie geschuldet) erst die Musik des dritten Teils, die bei mir verfängt.

Was Kai Rosenkranz hier in Orchesterstärke zaubert, ist Fantasy pur: malerische Wälder, sandumtoste Dünen, vereiste Höhlen. Dazu friedlich sanfte Klänge oder martialische Kriegskompositionen – Gothic (3) hat alles davon. Gut, vieles davon mag der rosaroten Brille geschuldet sein, mit der ich auf dieses polarisierende Videospiel zurückblicke. Und ganz so viel Neues erschafft der Score nicht. Trotzdem ist es manchmal das Erwartbare, das gefällt. Oder um es mit den Worten einer meiner ersten Reviews von 2019 zu sagen:

Zugegeben macht Gothic 3 musikalisch kaum etwas anders als vergleichbare Fantasy-Games, das Gesamtpaket kann aber durchaus überzeugen. Und weil ich ja ohnehin Fantasy-Fan bin, bietet dieser Soundtrack eine schöne Facette, die das Genre und meinen Alltag bereichert.


12

Child of Light

Komponist(en): Béatrice Martin (Cœur de Pirate)
5-Sterne-Tracks: 13

Mit Platz 12 bekommen wir ein passendes Beispiel geliefert, wie die quantitative Herangehensweise bei der Platzverteilung zwar zum einen meine Meinung widerspiegelt, zum anderen aber auch nicht. Schließlich hat Child of Light einen der besten Soundtracks … und landet trotzdem nur auf dem 12. Platz?

Nun habe ich schon häufig genug davon geschwärmt und lang und breit argumentiert, warum der Score diese Bewertung verdient – sei es in der Child of Light-Review, in meiner Top 10 Indie-Scores oder meiner Top 15 Traurigste Tracks. Ich zitiere mich zwar ungern (schon wieder) selbst, aber noch viel mehr hasse ich es, mich zu wiederholen. Um es kurzzuhalten, gebe ich euch folgendes zusammen mit einer dicken Empfehlung auf den Weg: „[Der Soundtrack ist] Ein Volltreffer, der die Fabel in ‚fabelhaft‘ steckt und auf dem schmalen Grat zwischen Kitsch und Kunst meisterhaft balanciert.“


11

Guild Wars

enthält Guild Wars 2 (2012) | Guild Wars 2: Heart of Thorns (2015) | Guild Wars 2: Icebrood Saga (2021) | Guild Wars 2: End of Dragons (2022) | Guild Wars 2: Secrets of the Obscure (2023) | Guild Wars 2: Janthir Wilds (2024)

Komponist(en): Jeremy Soule; Maclaine Diemer; Lena Raine; Stan LePard; Brendon Williams; Bryan Atkinson; Garry Schyman; Jarryd Elias; Paul Cartwright; Joel Santos
5-Sterne-Tracks: 16

Der Name Jeremy Soule sorgte nicht nur auf dieser Seite für widersprüchliche Reaktionen: Zum einen wehmütige Blicke zurück und gespitzte Ohren für Klänge vergangener videospielhistorischer Meilensteine; zum anderen Entsetzen über die dargebrachten Anschuldigungen über sexuellen Missbrauch gegenüber dem amerikanischen Komponisten (mehr dazu in Über Cancel Culture).

Neben vielen Klassikern schrieb dieser auch für die Guild Wars-Reihe und bereicherte meinen einzigen Berührungspunkt mit ihr, Guild Wars 2, durch ein paar herausragende Stücke. Zwar wurde die Laterne in den Addons von zum Teil ebenbürtigen Alben hochgehalten, an die Hitdichte der zehn Toptracks des Hauptspiels gelangte allerdings keines. Sollte man es sich trotzdem – oder gerade deswegen – anhören? Unbedingt!

Platz 10-7

10

Trine

enthält Trine (2009) | Trine 2 (2011) | Trine 5: A Clockwork Conspiracy (2023) |

Komponist(en): Ari Pulkkinen
5-Sterne-Tracks: 16

Mein, Trine, das sind doch künstlerische Kategorien … oder so. Mit mittlerweile fünf Ablegern von schwankender Qualität mausert sich die putzige Puzzle-Reihe im Fantasygewand auf den 10. Platz dieser Liste. Unter Komponist Ari Pulkkinen (Angry Birds) entstanden zahlreiche kindgerechte Abenteuerlieder, die erwartbares Hintergrundgedudel in bewegende Erlebnisse verwandelten.

Mit der Reihe gelingt es dem Finnen, leichtfüßige Märchenmusik zu zaubern, die für die einen etwas kitschig klingt, für die anderen wie mich jedoch balsamartige Beruhigung heraufbeschwört. Gleichzeitig knallt es auch ganz gerne mal, was nicht minder viel Spaß macht. Die Trine-Spiele sind einfach schön und haben sich ihren Platz auf dieser Liste mehr als verdient.


9

Der Herr der Ringe

enthält Der Herr der Ringe: Die Schlacht um Mittelerde (2004) | Der Herr der Ringe: Die Schlacht um Mittelerde II (2006) | Der Herr der Ringe Online: Die Schatten von Angmar (2007) | Mittelerde: Mordors Schatten (2014)

Komponist(en): Bill Brown; Jamie Christopherson; Chance Thomas; Garry Schyman; Nathan Grigg
5-Sterne-Tracks: 16

Dass sich eines der größten Franchises nur knapp gegen ein Indiespiel durchsetzen kann, ist eigentlich ein Skandal. Aber liegt es an mir und meinen schwer zu befriedigenden Ansprüchen? Mit Blick auf meinen Ernährungsplan, der zu 50 % aus Nutella und 50 % aus Blutzuckersenkern besteht, regen sich begründete Zweifel an dieser Vermutung.

Tatsächlich liegt es zum einen daran, dass es nicht so viele Herr der Ringe-Spiele gibt, wie es eigentlich geben sollte (looking at you, Schlacht um Mittelerde). Und dann wurde früher sehr viel von Howard Shores Filmmusik übernommen, die zwar großartig ist, aber für mich eher zu den Ereignissen und den respektiven Alben aus Die Gefährten, Die zwei Türme und Die Rückkehr des Königs gehören.

Trotzdem haben es ein paar der Videospieladaptionen geschafft, den Spirit erfolgreich einzufangen und originelle Kreationen zu zaubern, die der Fantasywelt von Tolkien würdig wirken (looking at you again, Schlacht um Mittelerde). Trotzdem bleibt zu hoffen, dass die Zahl von Toptiteln zukünftig noch ansteigt, denn wenn die Buchvorlage schon als Blaupause für ein ganzes Genre dient, dann sollte ich nicht minder hohe Ansprüche an ihre Musik stellen dürfen.


Zum Fantasy-Genre gehört natürlich die Welt von Dungeons & Dragons. Und bevor Baldur’s Gate 3 das Franchise wieder in den Mittelpunkt der Popkultur zerrte, waren es die Neverwinter Nights-Spiele, die den Pen & Paper-Fans ihr Hobby auf den PC transportierten. Passend dazu gab es Musik, die im Vergleich zu anderen Artgenossen auf dieser Liste zwar etwas ‚generisch‘ klingt, doch die Mischung aus wuchtiger Action und andächtiger Ruh gelingt den Komponist*innen bemerkenswert gut.


7

The Legend of Zelda

enthält The Legend of Zelda: Ocarina of Time (1998) | The Legend of Zelda: Majora’s Mask (2000) | The Legend of Zelda: The Legend of Zelda: The Wind Waker (2002) | The Legend of Zelda: Twilight Princess (2006) | The Legend of Zelda: Skyward Sword (2011) | The Legend of Zelda: Breath of the Wild (2018) | The Legend of Zelda:Tears of the Kingdom (2023)

Komponist(en): Kōji Kondō; Kenta Nagata; Hajime Wakai; Toru Minegishi; Asuka Ohta; Shiho Fujii; Mahito Yokota; Takeshi Hama; Manaka Kataoka; Maasa Miyoshi; Masato Ohashi; Tsukasa Usui
5-Sterne-Tracks: 18

Eigentlich müsste The Legend of Zelda weiter oben in der Liste stehen; und vermutlich würde es das auch, wenn folgende Faktoren zuträfen:

  • Ich hätte mehr Serienableger gezockt.
  • Die Stücke wären differenzierter.

Schockschwerenot, Kritik an Kōji Kondō und Konsorten, die einige der bekanntesten popkulturellen Musikerzeugnisse geschrieben haben? Nein, natürlich nicht, ich bin ja nicht wahnsinnig. Immerhin sind es am Ende die wiederkehrenden Melodien, die innerhalb der Spiele und ihrer Scores für ein herrliches Zusammengehörigkeitsgefühl sorgen. Losgelöst davon, in ihrer Albenform, diffundieren sie für meinen Geschmack jedoch zu sehr ineinander.

Was meine ich damit? Nun, viele der Stücke, die wir in einem Teil hören, kennen wir bereits aus anderen Alben. Da hier nur selten variiert wird, wird beispielsweise aus fünf tollen, aber sehr ähnlichen Stücken für mich ein Track, der die Topwertung bekommt. So landen aus den acht Zelda-Spielen, die ich mir angehört und von denen ich zwei sogar gespielt habe, ‚nur‘ 18 Lieder im Bestnotenbereich.

Ist das ein Mattis-Problem? Definitiv. Und war euch meine Meinung zur grandiosen Zelda-Musik wichtig genug, dass euch die Platzierung auf Platz 7 den Tag ruiniert? Hoffentlich nicht. Schließlich ist der Soundtrack rund um Link, Zelda und Ganondorf zurecht ein vielfach ausgezeichneter Vorzeigestar der Videospiellandschaft im Allgemeinen und des Fantasy-Genres im Besonderen. Braucht es abschließend eine Empfehlung meinerseits? Nö, gibt’s aber trotzdem: Anhören und genießen!

Platz 6-4

6

Prince of Persia

enthält Prince of Persia: The Sands of Time (2003) | Prince of Persia: The Two Throne (2005) | Prince of Persia [2008] (2008) | Prince of Persia: The Forgotten Sands (2010) | Prince of Persia: The Lost Crown (2024) | Prince of Persia: The Lost Crown – Mask of Darkness (2024) | The Rogue Prince of Persia (2024)

Komponist(en): Stuart Chatwood; Inon Zur; Steve Jablonsky; Samar Rad (Mentrix); Gareth Coker; Danny Asadi (ASADI)
5-Sterne-Tracks: 20

Im Gegensatz zur Qualität der Spiele hält sich die Musik der Prince of Persia-Reihe auf hohem Niveau. Hier erblüht die Fantasie von 1001 Nacht und bringt uns den Orient in seiner kitschigsten wie mitreißensten Form näher. Während in den ersten Teilen rasante Prügeleien im Fokus standen – oder vielleicht haben sich nur die dazugehörigen Songs bei mir verfangen – kam mit dem Spin-Off Prince of Persia von 2008 die zarte, gefühlvolle Seite durch.

Zuletzt drängten Gareth Coker (Immortals Fenyx Rising) und Danny Asadi mit Prince of Persia: The Lost Crown und The Rogue Prince of Persia erneut in die Tempogefilde der ersten Teile, um auditiv die Agilität des persischen Prinzen in den Fokus zu rücken. Zusammen mit ein paar modernen Einflüssen wie Synthies eine passende Frischzellenkur. So kann die Reise gerne weitergehen!


5

SpellForce

enthält SpellForce: The Order of Dawn (2003) | SpellForce: The Breath of Winter (2004) | SpellForce: Shadow of the Phoenix (2005) | SpellForce 2: Shadow Wars (2006) | SpellForce 2: Dragon Storm (2007) | SpellForce 3 (2017)

Komponist(en): Tilman Sillescu; Pierre Langer; Dynamedion; Bastian Kieslinger
5-Sterne-Tracks: 36

Mit einem gewaltigen Unterschied von 17 Tracks landet mit SpellForce der altehrwürdige Strategie-Rollenspiel-Hybrid aus deutschen Landen auf Platz 5. Kenner dieser Webseite sollte sein Auftauchen nicht überraschen und jene, die noch nie von ihm gehört haben, sollten das dringend nachholen – im wahrsten Sinne des Wortes!

Denn SpellForce ist die Verwirklichung dessen, was Der Herr der Ringe für den Film ist und was dessen Lizenzspielen nicht so häufig gelingt: Epische Fantasy. Dynamedion, unter der Leitung von Tilman Sillescu und Pierre Langer, liefern für Teil 1 und 2 musikalische Meisterklasse ab, die den Vergleich zu anderen Genregrößen nicht scheuen muss. Selbst der 3. Teil, der von Bastian Kieslinger komponiert wurde, liefert ein paar echte Bretter.

Nun kann man mir natürlich vorwerfen, dass ich alle (guten) SpellForce-Spiele gespielt habe und maximal befangen bin. Falls es bisher noch nicht aufgefallen sein sollte: I don’t care! Ich persönlich finde die Musik, dieses Over-the-Top-Epos, diesen berührenden Kitsch toll. Ich kann mich stundenlang im Score zu SpellForce 2 versenken, ohne dass er mir langweilig wird. Weil er mich zum einen an meine Kindheit erinnert, aber zum anderen, weil er das macht, was ein guter Fantasy-Score machen sollte: Er regt meine Fantasie an. Er erschafft nicht nur eine Welt für mich, sondern Welten im Plural – fantastische Welten. Wer noch nie einen Score der Reihe gehört hat und nur einen Funken Fantasy mag, der sollte hier unbedingt mal reinhören.


Eine Liste ohne die Rollen der Alten? Das geht nicht! Folgerichtig bereitet sich Bethesdas Rollenspielreihe gemütlich ein Bett am Fuße des Throns und kann mit fast 40 Toptiteln auf eine bemerkenswerte Liste an Mattis-zertifizierten Bangern blicken. Dass mit The Elder Scrolls Online, zusätzlich zu den Kultklassikern wie Oblivion, Morrowind oder Skyrim noch ein MMO die Contentmenge deutlich nach oben schraubt, ist derweil nicht der Grund für die Platzierung.

Jede*r, der/die Videospiele kennt, weiß, dass die Musik der Elder Scrolls-Spiele einfach ganz große Klasse ist. Sie komplettiert die Fantasywelt Tamriel durch ihren Facettenreichtum und zeigt sich nicht nur zwischen den Spielen, sondern auch innerhalb der einzelnen Alben als wunderbar wandelbar.

Seien es die Ambientstücke, die zum Verweilen einladen oder das geschäftige Treiben der Siedlungen so schön begleiten; oder die Kampftracks, die mal heroisch, mal hektisch, unser Schwertschwingen und Magiewirken befeuern: The Elder Scrolls bockt. Nicht umsonst wurde Jeremy Soules Arbeit und die seiner Nachfolger mehrfach preisgekrönt. Platz 3 und höher gebühren jedoch anderen. Zum einen…

Platz 3-1

3

Final Fantasy

enthält Final Fantasy (1987) | Final Fantasy II (1988) | Final Fantasy IV (1991) | Final Fantasy V (1992) | Final Fantasy VI (1994) | Final Fantasy VII (1997) | Final Fantasy IX (2000) | Final Fantasy X (2001) | Final Fantasy XI (2002) | Final Fantasy XII (2006) | Final Fantasy XIII (2009) | Final Fantasy XIII-2 (2011) | Final Fantasy XIV: A Realm Reborn (2013) | Final Fantasy XV (2016) | A King’s Tale: Final Fantasy XV (2016) | Final Fantasy VII Remake (2020) | Final Fantasy VII Rebirth (2024) | Final Fantasy XIV: Dawntrail (2024) | Final Fantasy XVI (2023)

Komponist(en): Nobuo Uematsu; Tsuyoshi Sekito; Mitsuto Suzuki; Masashi Hamauzu; Junya Nakano; Hitoshi Sakimoto; Naoshi Mizuta; Yoshitaka Suzuki; Masayoshi Soken; Yōko Shimomura; Bill Kiley
5-Sterne-Tracks: 7

Final Fantasy. Überrascht das irgendjemand? Ich meine, die Reihe hat „Fantasy“ schon im Namen! Und mit 16 Hauptspielen sowie zahlreichen Spinoffs und Erweiterungen, ist die Menge an musikalischem Content fast schon erschlagend. Allerdings beweist die japanische Rollenspielreihe auch Klasse in Masse, sodass selbst für Nicht-Kenner wie mich kaum ein Album gibt, in dem nicht mindestens ein Vorzeigestück enthalten ist.

Castle Pandemonium (FF2), Dear Friends (FF5), Terra’s Theme (FF6), Court Jesters (FF9), To Zanarkand (FF10) … die Liste würde sich lange fortsetzen lassen und trotzdem irgendein Highlight vergessen. Dabei belegt die Serie auch stellvertretend für alle anderen japanischen Rollenspiele den 3. Platz, die es nicht in diese Liste geschafft haben. Denn als Europäer, der nur einen PC und Gameboy hatte, sind viele Meilensteine dieses Genres an mir vorbeigegangen und finden entsprechend nicht in dieser Aufzählung statt.

Zukünftig hoffe ich natürlich, dass die Auswahl für meine Reviews und Toplisten noch breiter wird, dennoch bleibt bis auf Weiteres die musikalisch beste Fantasy-Reihe wohl die mit dem Ende am Anfang.


2

Might and Magic

enthält Might and Magic VIII: Day of the Destroyer (2000) | Heroes of Might and Magic II: The Succession Wars (1996) | Heroes of Might and Magic III (1999) | Heroes of Might and Magic III: Armageddon’s Blade (1999) | Heroes of Might and Magic IV (2002) | Heroes of Might and Magic V (2006) | Heroes of Might and Magic V: Hammers of Fate (2006) | Heroes of Might and Magic V: Tribes of the East (2007) | Might and Magic: Heroes VI (2011) | Might and Magic: Heroes VI – Shades of Darkness (2006) |

Komponist(en): Rob King; Paul Romero; Steve Baca
5-Sterne-Tracks: 53

Ja, ich gebe zu, bei vielen würde die Might and Magic-Reihe es wohl nicht auf den zweiten Platz schaffen, besteht sie doch zum Großteil als alten Dungeon-Crawlern mit ebenso alter musikalischer Begleitung. Tatsächlich steuert den Großteil der für diese Topliste relevanten Musik jedoch die Strategieableger-Serie der Heroes of Might and Magic-Spiele bei. Dark Messiah of Might and Magic klammere ich an dieser Stelle aus, da ich es den Definitionen oben im Dark-Fantasy-Genre einordne.

Aufgrund der Tatsache, dass ich die meisten der dazugehörigen Games bereits rezensiert habe, kann man meine Euphorie und, ich muss es sagen, meine Liebe für Soundtracks dieser Unterhaltungswerke, dort wohl am besten nachlesen. Für alle Lesefaulen möchte ich aber gerne noch einmal erläutern, warum die Arbeit von Paul Romero und Rob King, ergänzt durch Steve Baca, absolute Königsklasse ist.

Jeder der Scores legt einen anderen musikalischen Schwerpunkt: Heroes of Might and Magic II mit seinen Städtebildschirmen, die von Opern und Arien begleitet werden. Teil 3, der eher in Richtung klassischer (Videospiel-)Musik geht, oder Teil 4, der folklorischer daherkommt. Oder aber HoMM V, der alles Gelernte vereint und einen, wenn nicht sogar den besten (High-)Fantasy-Soundtrack abliefert. Eine Reihe auf tadellosem Top-Tier-Level, die sich nur einem Spiel, oder sagen wir doch Franchise, geschlagen geben muss.


1

League of Legends

enthält League of Legends (2009) | Ruined King: A League of Legends Story (2021) | Song of Nunu: A League of Legends Story (2023) | The Mageseeker: A League of Legends Story (2023)

Komponist(en): Michael Barry; Christian Linke; Sebastien Najand; Dan Negovan; Alexander Temple; Daniel Vulcano; Duncan Watt; Jason Willey; Crystal Method (Ken Jordan & Scott Kirkland); Ninja Tracks; Samuel Ferrari; Felipe Junqueira; Pentakill; Edouard Brenneisen; Takahiro Eguchi; Kole Hicks; Richard Thomson; Michael Pitman; TJ Brown; Michael Patti; Tee Lopes; Alex Seaver; Brian D’Oliveira; K/DA; Gareth Coker; Vibe Avenue; Cris Velasco
5-Sterne-Tracks: 102

The fuck? League of Legends? Dieses Onlinespiel, das alle immer aufgrund seiner toxischen Community verfluchen, selbst jedoch eine nicht minder toxische Beziehung aus Selbstgeißelung und eigener -überschätzung damit pflegen? Ja, genau das. LoL ist vieles und so facettenreich wie kontrovers. Und auch wenn mich das Spiel und seine Auswirkungen auf meine Freizeitgestaltung nebst sozialem Umfeld für ein paar Jahre geprägt haben, soll es nicht um das eigentliche Game gehen, sondern seine Musik.

Denn so viel sich über das MOBA streiten lässt, so wenig kann man sich über die Qualität seines Soundtracks beklagen. Schon zu seinem Start gingen mit den Themes der Champion-Selection (Blind Pick, Ranked Pick) absolute Kultklassiker an den Start, die heutige Spieler*innen leider nie erlebt haben. Doch Riots Komponistenriege legte über die Jahre fleißig nach und verpasste Champions, Events und Cinematics Themes auf fast durchgängig brillanter Qualität.

Als wäre der Output fürs eigentliche Spiel mit knapp über 600 Tracks (Stand Mitte 2024) nicht schon genug, um sich den ersten Platz der Liste zu sichern, gibt es mit den A League of Legends Story-Spinoffs noch mehr Futter für Spiel- und Soundtrackfans. Für die Geschichten von Nunu, Echo und Co wurden externe Komponistengrößen eingekauft, was schlussendlich zur Anzahl von über 100 Toptracks führt – Tendenz steigend.

Nun könnte man darüber streiten, ob ein MOBA sich überhaupt als High Fantasy qualifiziert, und vor der loretechnischen Contentoffensive wäre hier Raum für Diskussionen gewesen. Doch mit den Ablegern und einer eigenen Serie (deren Score natürlich nicht in diese Wertung miteinfließt) ist genug Nährboden ausgesät worden, um jeden Zweifel zu zerstreuen. Der League of Legends-Kosmos erklimmt somit den ersten Platz meiner persönlichen Topliste und beliefert uns hoffentlich noch viele Jahre mit mehr Meisterwerkern. Ich werde derweil mit meiner Suche nach den Nuggets weitermachen und hoffe, dass ihr meine Einschätzungen in diesem Ranking teilt. Falls nein, auch nicht schlimm, es ist ja nur Musik.

  • Top 20 High Fantasy-Scores

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