Thief: The Dark Project

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Thief: The Dark Project

Komponist*in: Terri Brosius

1,0 / 5
31. Juli 2022

Gestohlene Zeit

Wenn ein Spiel ein ganzes Genre definiert oder sogar begründet, muss es zwangsläufig gut sein. Diese schwer überprüfbare These habe ich sicherlich nicht erfunden, halte sie aber für eine allgemeingültige Weisheit. Mit der Thief-Reihe verhält es sich in dieser Hinsicht wie mit Weltkriegen: Ans Original erinnern sich nur die Wenigsten, die Nachfolger waren umfangreicher und die Spuren sieht man noch bis heute.

Ich persönlich habe nur den dritten Teil, Thief: Deadly Shadows, sowie das verkorkste Reboot Thief von 2014 gespielt, deshalb kann ich nichts zur Qualität des Urvaters sagen – nur, dass ich im Gegensatz zum Weltkrieg sehr froh bin, dass es existiert hat. Denn Schleichspiele üben seit jeher eine gewisse Faszination auf mich aus. Durch die Schatten huschen, Wachen ausweichen oder ausschalten, den Nervenkitzel im Nacken – gut gemacht ist das Spielspaß pur. Nun beißt sich diese Leidenschaft mit meiner anderen, wegen derer ich diese Webseite mit Reviews zupflastere: Soundtracks.

Der Score

Musik kann wie kaum ein anderes Medium Stimmung erzeugen. Gute Laune, Action, Grusel, Spannung und Entspannung. Bei Schleichspielen hält sie sich meist zurück, da wir jede noch so kleine Bewegung, noch das leiseste Knirschen direkt hinter uns hören müssen. Und falls sie doch zum Einsatz kommt, dann meist als subtiles Hintergrundrauschen. Das mag im Spiel passen, losgelöst davon weniger. Dieses Problem trifft nun im besonderen Maße auf The Dark Project zu. Dabei ist die Komposition von Terri Brosius gut gelungen. Jeder Track baut seine eigene Atomsphäre auf und besonders für 1998 machen die zusätzlichen Effekte wie Wassertropfen, sirenenartiger Hall (Intro – Thief: The Dark ProjectTerri Brosius4) oder das Pfeifen des Windes (Break from Cragscleft PrisonTerri Brosius1) einiges her.

Auch kleinere Experimente wie ein Abrutscher ins Psychodelische (A Woman Named VictoriaTerri Brosius2) lockern das immergleiche Gruselkabinett des Bedrückenden und Beklemmenden etwas auf. Zudem bekommen wir immer mal wieder ein paar kleine Heavy-Metal-Anleihen zu hören (Intro – Thief: The Dark ProjectTerri Brosius4, CreditsTerri Brosius3), die perfekt in das Steampunk-Universum passen und an Serien wie Batman Beyond erinnern. Hörenswert ist der Soundtrack deshalb trotzdem nicht, denn Killertracks oder gar Ohrwürmer sucht man vergebens.

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01
I Was a Kid Running Messages
Terri Brosius
2 01:12
02
Intro - Thief: The Dark Project
Terri Brosius
4 01:46
03
Lord Bafford's Manor
Terri Brosius
1 03:33
04
From the Hammer Book of Tenets
Terri Brosius
1 01:42
05
Break from Cragscleft Prison
Terri Brosius
1 03:31
06
Down Into the Bonehoard
Terri Brosius
1 04:10
07
Assassins
Terri Brosius
2 02:47
08
The Downwind Thieves' Guild
Terri Brosius
2 04:46
09
A Woman Named Victoria
Terri Brosius
2 01:46
10
The Sword
Terri Brosius
1 03:21
11
The Haunted Cathedral
Terri Brosius
1 05:43
12
The Mage Towers
Terri Brosius
2 06:17
13
The Lost City
Terri Brosius
1 05:27
14
The Song of the Caverns
Terri Brosius
1 05:01
15
Undercover
Terri Brosius
1 04:22
16
The Eye
Terri Brosius
2 00:31
17
Return to the Cathedral
Terri Brosius
1 07:15
18
Escape!
Terri Brosius
1 03:28
19
The Trickster Is Real After All
Terri Brosius
1 00:36
20
Strange Bedfellows
Terri Brosius
1 02:52
21
Into the Maw of Chaos
Terri Brosius
1 06:39
22
I Just Saved the World
Terri Brosius
2 00:58
23
Credits
Terri Brosius
3 03:05

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