The Legend of Zelda

Cover

The Legend of Zelda

Komponist*in: Kōji Kondō

3,0 / 5
11. März 2024

Historisch heroisch

1986 fand auf dem Nintendo Entertainment System eine weitere Marke ihren Weg in die Videospielwelt: The Legend of Zelda. Zu Protagonist Links Suche nach der namensgebenden Prinzessin Zelda, seinem Kampf gegen Ganondorf (beziehungsweise hier nur Ganon) und der Welt Hyrule wurde schon alles gesagt, wie geschrieben – und das höchst vermutlich ausführlicher als ich es könnte.

Immerhin habe ich erst 2006 mit The Legend of Zelda: Twilight Princess das erste Mal einen Fuß in die Serie gesetzt, um mich dann schließlich mit Breath of the Wild und Tears of the Kingdom komplett hineinzustürzen. Ja, Zelda ist Kult. Und mindestens genauso kultig ist auch seine (ihre?) Akustik, deren Qualität sich über die Dekaden und diversen Nachfolger gehalten hat. Sei es Links ausdrucksstarkes Geschrei, die triumphalen Melodien beim Öffnen von Truhen oder Finden von Gegenständen oder die diversen musikalischen Themen.

Der Score

Vieles von dem, was uns bei den modernen Zeldas entgegenträllert, hörten wir bereits hier, am Anfang. Schuld daran war Komponist Kōji Kondō, der ein Jahr zuvor schon die schöpferische Zukunft der Super Mario Bros-Reihe begründete und sich dies scheinbar auch für The Legend of Zelda vornahm. Der zehn Tracks umfassende OST kommt zwar nur auf eine Länge von gerade einmal elf Minuten, doch was wir hören, ist ikonisch.

Das beginnt direkt im langsamen IntroKōji Kondō4, das die bekannte Zelda-Melodie aus dem Ricoh-2A03-Chip des NES brummt: ‚Da daaa, da-datatataaaa … dadadadataaaa, da data …‘. Im Vergleich zu modernen Intonationen fast schon vorsichtig und geradezu bedächtig kündet das Stück von Aufbruch und kindgerechter Action, ohne dabei zu euphorisch zu werden.

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Gut, dass direkt im Anschluss OverworldKōji Kondō4 angaloppiert und das Theme gleich mitschleift – es kann losgehen! Trotz seiner unbestreitbaren Schönheit erleidet die Melodie dort schon erste Ermüdungserscheinungen. Dem Stück fehlt ein wenig der Loopcharakter. „Ketzerei“, mögen die Fanboys und -girls schreien, aber mir Nichtzocker graust es ein wenig bei der Vorstellung, die Melodie in Dauerschleife hören zu müssen.

Gut, dass der OST durch kurze Klassiker à la ItemKōji Kondō1 (‚Daaa daaa daaa daaaaaa‘) oder SecretKōji Kondō1 (‚Die de dä do dö du dö dääää‘) ein wenig das Immergleich bricht und Stücke wie DungeonKōji Kondō3 oder Death MountainKōji Kondō2 die Musikklaviatur erweitern. Anders als bei Super Mario Bros finde ich die Themen hier tatsächlich weniger eingängig, dieser Teil des Soundtracks ist weniger Evergreen.

Für die damaligen Limitierungen war der OST natürlich ein absolutes Meisterwerk, das meiner Meinung nach indes besonders in Form orchestraler Neuauflagen seine gesamte Qualität entfaltet. Meiner eingänglichen Erwartungshaltung wurde der Score derweil nicht gerecht. Da die sich jedoch an besagten modernen Interpretationen misst, war das wohl auch kaum zu erwarten. Umso besser also, dass die Musik, wie Link, noch viele weitere Iterationen durchlaufen würde – mit einigen, die mir mehr zusagen.

01
Intro
Kōji Kondō
4 02:53
02
Overworld
Kōji Kondō
4 01:20
03
Item
Kōji Kondō
1 00:02
04
Dungeon
Kōji Kondō
3 01:08
05
Secret
Kōji Kondō
1 00:03
06
Triforce
Kōji Kondō
1 00:09
07
Game Over
Kōji Kondō
2 00:33
08
Whistle
Kōji Kondō
1 00:04
09
Death Mountain
Kōji Kondō
2 00:54
10
Ending
Kōji Kondō
3 01:47

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