Forza Motorsport
Cruise Control
Der Score
Dass Forza Motorsport zum simulationslastigeren Serienstrang gehört, stellt man spätestens beim Soundtrack fest. Ein Fakt, der mich etwas überrascht hat. Denn ein echter Geheimtipp, über den ich sicherlich auch noch schreiben werde, war für mich der OST zu Forza Motorsport 6. Mit ein paar Michael Bay-esquen Stücken, die den Adrenalinmesser nach oben schnellen lassen, hatte ich mich beim neusten Teil, der auf die 8 im Titel pfeift, auf Ähnliches gefreut.
Das Komponistenduo Kaveh Cohen und Michael Nielsen, die sich seit eben jenem 6. Teil um die Musik kümmern, gehen hier indes andere Wege … Abwege, um genau zu sein. Vermutlich liegt es an meiner falschen Erwartungshaltung, aber der Score zu Motorsport ist schlicht und ergreifend langweilig. Er ist vermutlich das, was Leute hören würden, wenn sie zu Hause mit hochgelegten Füßen vorm Fernseher sitzen und den PS-Boliden beim Über-die-Strecke-Brettern zuschauen.
Insofern mission accomplished, Thema Auto gut transportiert, aber eben nicht so spannend wie noch in der Vergangenheit. Trotz der wuchtigen Bässe, E-Gitarren-Sounds und Synthies, kommt der Soundtrack nie über das Level einer Hintergrundmusik hinaus, die in der Pregame-Lobby eines Shooters Marke Call of Duty läuft. Dabei hört man hier und da Ansätze (DrivenKaveh Cohen, Michael NielsenForza Motorsport, ReignKaveh Cohen, Michael NielsenForza Motorsport), die mal ein bisschen Action in die Sache bringen. Grundsätzlich jedoch bleibt die Musik für meinen Geschmack hinter ihren Möglichkeiten.

Fazit
Die Musik klingt dem Imagefilm eines DAX-Unternehmens entnommen, oder einer Werbung für Luxusautos. Im Grunde höre ich schon die Stimme, die mir irgendwelche Spezifikationen, Leistung und sonstigen Schnickschnack aufzählt. Wäre der Soundtrack eine Sexstellung, sie wäre der Missionar. Das kann Spaß machen, geht aber auch deutlich spannender.