Don’t Starve: Shipwrecked
Gestrandet auf Monkey Island
Der DLC Shipwrecked dreht sich, wenig überraschend, ums Thema Schiffbruch, also ein Schadensereignis im Wasser, an dem ein Schiff beteiligt ist – rechtlich auch „Seeunfall“ genannt. Die Angst, als einzig überlebende Person auf einer einsamen Insel zu landen, ist ein Alltime-Classic und wurde schon in diversen Hollywood-Filmen wie Cast Away – Verschollen oder Life of Pi aufgegriffen. Dabei ist das Erreichen einer Insel deutlich unwahrscheinlicher, als einfach im Meer zu ertrinken … aber darüber lassen sich weniger Filme drehen.
Dieses hochstilisierte Horrorszenario wird im Kinderzimmer nur durch die omnipräsente Angst des Treibsands übertroffen. Jahrelang haben uns Kinderserien glauben gemacht, dass wir unweigerlich irgendwann im Sand versinken werden, und zum Glück wissen wir, was zu tun ist: ruhig bleiben und auf Hilfe warten, die natürlich kommen wird. Warum ich das alles erzähle? Weil ich inhaltlich absolut nichts zu Don’t Starve: Shipwrecked beitragen kann, was sich nicht im Internet nachschlagen lässt.
Der Score
Kennen Sie das? Sie müssen den Soundtrack einer Fortsetzung komponieren, der den Wurzeln der Serie treu bleibt, ohne dabei das neue Setting zu ignorieren? Dann haben Sie Glück, sofern es thematisch zufälligerweise um das Thema Schifffahrt geht! Denn wie jeder weiß, besteht die Seefahrt musikalisch aus genau zwei Instrumenten: dem Akkordeon und der Steeldrum. Gut, klingt zwar immer nach Jamaika, aber passt schon irgendwie.
Werbespot der Firma ‚Copy&Paste‘
Und damit ist schon fast alles zur Musik vom zweiten DLC gesagt. Auch Shipwrecked steht in der Tradition der fröhlich, quirkigen Art des Hauptspiels, obgleich der Zirkusfaktor zugunsten der zuvor angesprochenen Seefahrtsthematik im Vergleich zu Reign of Giants deutlich zurückgefahren wurde. Tatsächlich klingt der Score dadurch spürbarer nach Fantasy- bzw. Adventurekost, wie man sie beispielsweise bei einem Das Schwarze Auge: Drakensang erwarten würde.

Fazit
Die Neuausrichtung gen Fantasy gefällt mir tendenziell besser, ändert aber nichts daran, dass die Nostalgiekeule aller Erwartung nach bei den Spielern von Don’t Starve ihre willigen Opfer treffen wird. Für mich bleibt es nettes Hintergrundgedudel.