Dead Island
Tote Inseln bocken nicht
Dead Island erschien 2011 … nicht in Deutschland. Denn aufgrund des hohen Gewaltgrades gegen digitale Untote wurde das Spiel indiziert und durfte somit nicht verkauft werden. Das mag der Hauptgrund sein, weshalb ich damit keine Berührungspunkte hatte. Mittlerweile wurde es meines Wissens nach wieder vom Index genommen, aber hat man hier groß etwas verpasst? Fans und Kritiker werden sich vermutlich darüber streiten. Ich habe keine Ahnung. Beim Soundtrack wiederum kann ich verkünden: nicht wirklich.
Der Score
Paweł Błaszczak liefert hier leider nur Durchschnittskost ohne nennenswerte Akzente ab. Denn der Score tritt in die alte Musik-ohne-Identität-Falle, der schon so viele Gewaltorgien zum Opfer gefallen sind. Dabei ist eigentlich alles da: eine nette Varianz an Instrumenten wie Gitarre meets Piano, Streicher fürs Melancholische und Drama-Orchestrierung Marke Modern Warfare. Allerdings fehlen wiedererkennbare Melodien oder gar Themen. Da macht das Main Theme Dead IslandPaweł Błaszczak noch am meisten her, das wenigstens eine Art Spannungsbogen in seiner viereinhalb minütigen Dauer aufbaut.
Andere Tracks wie Zombie RisingPaweł Błaszczak, They’re ComingPaweł Błaszczak oder Ram AttackPaweł Błaszczak deuten zugleich an, welche Marschrichtung ich von dem Score erwartet hatte, bleiben derweil jedoch leider die Ausnahme. Auch gefühlvollere Stücke wie SanctuaryPaweł Błaszczak oder MechanicPaweł Błaszczak gehen in der Menge unter und können das Mehr an durchschnittlicher Action-Kost (Smash, Shoot, BitePaweł Błaszczak, Jungle DangerPaweł Błaszczak) oder nach Grusel strebender Ambient-Berieselung (HollowPaweł Błaszczak, WetworkPaweł Błaszczak) nicht retten. Mein Fazit mag meiner Position als Vielhörer und Kritiker geschuldet sein, Soundtrack-Novizen könnten indes durchaus Gefallen an der Mischung finden, die in ihren besten Moment an Borderlands erinnert. Für mich bleibt das Ergebnis dagegen wie die Protagonisten des Spiels: blutleer.





