Colin McRae Rally
Colin McRae Rally
Colin Okay
Colin McRae Rally vereinte dagegen all das, was ich am motorisierten Rennsport nicht mag. Keine Rennen gegen andere Fahrer*innen, keine Positionskämpfe, kein Adrenalin durch Verfolgungsjagden oder Polizeisirenen. Der einzige Gegner ist die Zeit, vertreten durch nüchterne Checkpoints und gnadenlose Sekundenanzeigen. Rallye eben. Ein Sport, der mich selbst als Zuschauer nicht abholt und als Spieler erst recht nicht.
Dass ich den Erstling der Reihe aus dem Jahr 1998 entsprechend links liegen ließ, überrascht rückblickend kaum. Meine wenigen Berührungspunkte mit dem Genre beschränkten sich lange auf Ausnahmen wie Richard Burns Rally oder, in deutlich arcadigerer Form, Bleifuss Fun. Auch wenn es nur ein Arcade-Racer war, wäre die Streckenführung des Micro Machines-Klons ohne Orientierungshilfen kaum spielbar gewesen. Ich schweife ab.
Leider gab es keinen offiziellen Soundtrack, sondern nur eine Compilation seitens des Komponisten Jonathan Colling. Der fasst in den beiden Alben auch direkt die ersten fünf Spiele der Reihe zusammen, ich drösle sie für meine Webseite nochmal auf. Gut, dass ich mich entsprechend kurzfassen kann, taucht doch nur ein Track aus dem ersten Spiel auf. Colin McRae Rally 1 Theme [Long Version] ist lautes Techno, das sich nach 46 Sekunden schon den ersten Loop startet. Das Ganze klingt stereotyp und wie die Untermalung eines ‚coolen‘ Werbespots für 90er-Kids.





