Battlefield V: War in the Pacific
Pacific Trim
Da uns DICE mit Battlefield V im Grunde ein Battlefield 1 im 2. Weltkrieg präsentierte, sollten erneut Inhaltsupdates in Form von DLCs das Schlachtengetümmel erweitern. Allerdings erfüllte das Spiel nicht die Erwartungen von Publisher EA, weshalb bereits nach einem kostenlosen Update Schluss war. Das hört auf den Namen War in the Pacific und verfrachtet das Szenario in den namensgebenden Pazifik. Zusätzlich wurde auch der dazugehörige Soundtrack als EP und OST veröffentlicht – immerhin.
Der Score
Nachdem mir die Kurzalben für das Hauptspiel gar nicht gefallen hatten, war meine Hoffnung für die Erweiterung überschaubar. Tatsächlich gibt es allerdings keinen befürchteten Qualitätsunterschied zwischen OST und dem Zusatzalbum, beide bewegen sich auf mittlerem bis hohem Niveau. An das des Hauptspiels reicht die Musik von War in the Pacific dabei leider nicht heran. Das liegt vor allem daran, dass neben den zahlreichen Suspense-Stücken wie ProcessionsJohan Söderqvist, Patrik Andrén oder Gongs of the IslandJohan Söderqvist, Patrik Andrén sehr viel auf typisch japanische Klänge gesetzt wurde – klar, geht ja auch um den Konflikt Japan gegen USA.
Das ist für mich selten ein wirklicher Hinhörer, auch wenn nennenswerte Ausnahmen wie Shogun 2: Total War oder Ghost of Tshushima / Ghost of Yōtei meinen Vorurteilen immer wieder dankenswerterweise den Spiegel vorhalten. Johan Söderqvist und Patrik Andrén vermengen für dieses Album Teile der Battlefield V-DNS mit klassischen japanischen Instrumenten wie schnellen Trommeln (Battle of Dan-no-Ura [Japanese Traditional]Johan Söderqvist, Patrik Andrén, Junko Ueda) oder Flöten (Battle of the IslandJohan Söderqvist, Patrik Andrén), was interessante, wenngleich wenig mitreißende Ergebnisse hervorbringt. Einzig Tropical StormJohan Söderqvist, Patrik Andrén als Variation von SpitfiresJohan Söderqvist, Patrik Andrén kratzt deutlich an der 5/5-Hürde, schafft es aber nicht, sie zu nehmen.

Andere Beispiele wie Despair of the EarthJohan Söderqvist, Patrik Andrén lassen die Schrecken des pazifischen Kriegsschauplatzes schön lebendig werden, während Battle of Iwo JimaJohan Söderqvist, Patrik Andrén fast schon das Avengers-Level an Actionfilmstimmung erreicht. Und auch Glorious VictoryJohan Söderqvist, Patrik Andrén reist im Fahrtwasser von GlorificaJohan Söderqvist, Patrik Andrén aus dem Hauptspiel, ohne jedoch dessen Tiefgang zu erreichen. Den wohl ‚interessantesten‘ Ausreißer stellt derweil Pacific Rave [Bonus]Johan Söderqvist, Patrik Andrén dar, der – man ahnt es beim Namen schon – das Battlefield-Setting nicht mehr ganz so ernst nimmt und die Ibiza-Clubs nach Japan bringt.
Alles in allem ist die Musik der Erweiterung, wie schon bei den DLCs für den Vorgänger Battlefield 1, eine thematische Verlagerung in ein neues Setting, das hier jedoch weniger Strahlkraft als das des Hauptspiels bietet. Dafür gelingt die Kombination aus Japanisch und Westlich nicht gut genug, weshalb der Qualitätsunterschied nicht zwischen den Alben, sondern zwischen Hauptspiel und Erweiterung liegt.



