Company of Heroes: Tales of Valor

Cover

Company of Heroes: Tales of Valor

Komponist*in: Jeremy Soule

4,0 / 5
Nostalgiebonus

Ruhmreicher Abschluss

Mit Tales of Valor erschien zwei Jahre nach Opposing Fronts die zweite und letzte offizielle Erweiterung für Company of Heroes. Statt neuer Fraktionen bekamen wir drei kurze Kampagnen serviert, darunter mit dem Tiger-Ass sogar einen kurzen Ausflug auf die Seiten der Wehrmacht – Novum! Für mich als Deutscher ist so ein Ausbruch aus den Konventionen und ein Blick auf die Gegenseite immer spannend, immerhin kennen wir das gewohnte Amerika-Hurra aus zahllosen Zweiter-Weltkrieg-Kampagnen von Medal of Honor bis Call of Duty aus dem FF. Damit möchte ich natürlich keine der Gräueltaten gutheißen oder nachspielen, es geht mir lediglich um den erfrischenden Perspektivwechsel.

Der Score

An der Soundtrackfront bleibt der Gamerip der Musik von Hauptspiel und dem ersten Addon treu. Nachdem in Opposing Fronts Inon Zur und Ian Livingstone zu zweit tätig waren, durfte bei Tales of Valor dann Jeremy Soule allein ran. Ausgleichende Gerechtigkeit? Musikalisch setzt dieser auf Bekanntes und präsentiert uns ein acht Stück langes Album, bei dem wir mit We Came in the Night [Variation]Jeremy SouleCompany of Heroes: Tales of Valor [Gamerip]3 die leichte Abwandlung eines Stücks aus dem Hauptspiel hören. Bei Commonwealth 2 handelt es sich dabei um King and CountryIan LivingstoneCompany of Heroes5.

Meine Favoriten sind hier die Commonwealth-Tracks, besonders das fröhlich royal klingende Commonwealth 1Jeremy SouleCompany of Heroes: Tales of Valor [Gamerip]1, das gerade von der letzten Militärparade herüberzieht und den propagandistischen Spirit britischer Royal Army transportiert … Krieg kann also doch Spaß machen. Dem gegenüber gehen die Panzer Elite-Songs in die fatalistische Richtung, was irgendwie nicht so wirklich funktionieren möchte: Ein wenig zu viel Moll für Motivation, ein wenig zu brachial für bedächtig. Das passt natürlich zum Blickwechsel auf die Verliererseite, es bleibt aber für meinen Geschmack etwas zu zahm. Trotzdem ein würdiger Abschluss für ein wirklich fantastisches musikalisches Weltkriegsdrama. Das

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Fazit

Jeremy Soule setzt diesem Weltkriegsdrama das passende akustische Denkmal und schafft ein klangliches Finale, das die Zerrissenheit zwischen royalem Pathos und dem düsteren Echo der Niederlage mit jeder Note spürbar macht.

01
Commonwealth 1
Jeremy Soule
1 01:13
02
Commonwealth 2 [King and Country]1
Jeremy Soule
5 01:58
03
Commonwealth 3
Jeremy Soule
3 01:34
04
Commonwealth 4
Jeremy Soule
4 01:57
05
Panzer Elite 1
Jeremy Soule
3 01:09
06
Panzer Elite 2
Jeremy Soule
3 01:09
07
We Came in the Night [Variation]
Jeremy Soule
3 02:08
08
Sitereps
Jeremy Soule
3 02:27
  1. Auch enthalten als „King and Country“ in Company of Heroes

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