Darkest Dungeon: The Color of Madness

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Darkest Dungeon: The Color of Madness

Komponist*in: Stuart Chatwood

4,0 / 5

Ocker

Obwohl mit The Crimson Court (Juni 2017) und The Shieldbreaker (Oktober 2017) schon zwei DLCs für Darkest Dungeon erschienen waren, gab’s erst mit der dritten von insgesamt fünf Erweiterungen, The Color of Madness – was übrigens Ocker ist, aber das nur so nebenbei – Nachschub an der Soundtrack-Front. Auch wenn die fünf Tracks der Erweiterung offiziell eigentlich Teil der Deluxe Edition sind, habe ich sie zwecks Übersichtlichkeit mal ausgeklammert und spendiere ihnen hier diese Kurzreview.

Worum geht’s in der Expansion? Ich zitiere die Produktseite auf Steam:

Irgendein hasserfüllter Splitter außerirdischer Herkunft ist durch den Nachthimmel auf die alte Farm des Müllers am Dorfrand gestürzt! Jene, die das Pech hatten, die Ankunft des Kometen mitzuerleben, wurden von dem geblendet, was sie nur als wechselnde, vergängliche Schattierung von extremer Intensität beschreiben können. Seit zwei Wochen gibt es keine Nachricht mehr vom Bauernhof, bis auf das unirdische Stöhnen, das von den Ruinen der Mühle herüberhallt …

Der Score

Das klingt doch nach Spaß! Zusätzlich listet die Featureliste den Punkt „Unsere bisher größte Soundtrack-Erweiterung von Stuart Chatwood“ auf, was mich besonders freut. Ist doch mal schön, wenn die Musik als Verkaufsargument Erwähnung findet – und das durchaus berechtigterweise.

Grundsätzlich bleibt sich ihr Schöpfer bei der Erweiterung inhaltlich treu, doch statt Grusel setzen alle Stücke auf unerbittliche Dramatik. Das kommt nicht von ungefähr, handelt es sich doch bei der oben beschriebenen Farm um einen neuen Spielmodus, in dem wir uns stärker werdender Horden von Gegnern erwehren müssen. Folglich geben sich im Score wuchtige Percussion und akzentuierende Streicher die Klänge in die Hand, Momente des Durchatmens suchen wir vergebens.

Mein Highlight stellt direkt der Anfangstrack The Blasted HeathStuart ChatwoodDarkest Dungeon: The Color of Madness5 dar. Dessen opulente Laufzeit von acht Minuten ist gefüllt mit Streicheraction, Trommelrhythmen und Synthieklängen, die mich (mit Ausnahme der Synthies) stellenweise an das fantastische The Witcher 3 erinnern. Die E-Gitarre in All Things Must ComeStuart ChatwoodDarkest Dungeon: The Color of Madness4 avanciert dagegen in Richtung von Prototype, bevor der Chor und Geigen das Stück wieder ins Fantasy-Korsett zwängen. Ähnlich verhält es sich mit den restlichen drei Tracks (Dark MitochondriaStuart ChatwoodDarkest Dungeon: The Color of Madness4, The SenescenceStuart ChatwoodDarkest Dungeon: The Color of Madness4, The Chloroplast of CosmariumStuart ChatwoodDarkest Dungeon: The Color of Madness4), die primär Dark Fantasy proklamieren. Alles in allem eine gute Fortsetzung, die sogar mit einem Toptrack zu überzeugen weiß.

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Fazit

Stuart Chatwood liefert hier kein bloßes Begleitwerk ab, sondern verwandelt den kosmischen Horror in eine klanggewaltige Abrissbirne. Die Erweiterung tauscht das subtile Unbehagen des Hauptspiels gegen eine gnadenlose Intensität ein, die selbst ohne den passenden Monitor für Gänsehaut sorgt. Wer seine Ohren gerne mit einer Mischung aus wuchtiger Rhythmik und finsterer Epik malträtieren lässt, kommt an diesem Wahnsinn schlichtweg nicht vorbei – ein akustisches Ausrufezeichen, das beweist, warum gute Spielemusik ein echtes Verkaufsargument ist!

01
The Blasted Heath
Stuart Chatwood
5 08:15
02
Dark Mitochondria
Stuart Chatwood
4 03:46
03
The Senescence
Stuart Chatwood
4 03:48
04
The Chloroplast of Cosmarium
Stuart Chatwood
4 03:49
05
All Things Must Come
Stuart Chatwood
4 03:48

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