Long Live the Queen
Klaviermusik vom Grabbeltisch
Ein Spiel, dem wohl die Beschreibung Visual-Novel mit Entscheidungsfreiheit gerecht wird: Long Live the Queen. Was es ist, wieso ich es überhaupt gespielt habe und warum mir es mir etwas ans Herz gewachsen ist, könnt ihr in der dazugehörigen Game-Review lesen. Hier möchte ich kurz über seine Musik sprechen. Kurz deshalb, weil es zum einen nicht viel zu sagen gibt, zum anderen aber auch nicht viel zu hören.
Der Score
Umso überraschender, dass der Score einer der größten Motivatoren beim Zocken war – neben dem Wunsch, meinem Kumpel eins auszuwischen. Der (also der Score, nicht der Kumpel) besteht zwar aus 27 Tracks, die allerdings größtenteils eher als kurze Klavierintermezzi und Cues durchgehen würden. Dabei sind sie teils wirklich großartig und einprägsam – vermutlich, weil man sie eben andauernd hört. Die Musik stammt von StudioKannazuki, einem (japanischen?) Komponisten, der kleinere Auftragsarbeiten auf seiner Homepage anbietet. Wer also noch ein Main Theme für sein nächstes Spiel sucht, kann hier für 900 Dollar zuschlagen.
Das mag nun bescheuert klingen, dass ich bei so einer vermeintlich seelenlosen Massenware jetzt mit dem Loben anfange, aber Stücke wie das gefühlvolle Introduction [Garnet]StudioKannazuki, Terry Chandler oder dessen kraftvollere Variation Reprise [Garnet]StudioKannazuki, Terry Chandler gefallen mir echt gut! PerilStudioKannazuki, Terry Chandler ist dagegen ein Sturm auf dem Klavier und erweckt teils Erinnerungen an das tolle Cohens Masterpiece aus BioShock. Und auch das Main Theme God Save the Queen, welches die originale God Save the King-Hymne darstellt, passt zu gut und hat mir damals beim ersten Start doch ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Ein klassischer Soundtrack stellt der Gamerip natürlich nicht da, ist für ein kleines Manga-Adventure meiner Meinung nach jedoch bemerkenswert stimmig. Für Klavierfans eine echte wie kurzweilige Empfehlung.





