Darkest Dungeon: The Color of Madness
Darkest Dungeon: The Color of Madness
Ocker
Obwohl mit The Crimson Court (Juni 2017) und The Shieldbreaker (Oktober 2017) schon zwei DLCs für Darkest Dungeon erschienen waren, gab’s erst mit der dritten von insgesamt fünf Erweiterungen, The Color of Madness – was übrigens Ocker ist, aber das nur so nebenbei – Nachschub an der Soundtrack-Front. Auch wenn die fünf Tracks der Erweiterung offiziell eigentlich Teil der Deluxe Edition sind, habe ich sie zwecks Übersichtlichkeit mal ausgeklammert und spendiere ihnen hier diese Kurzreview.
Worum geht’s in der Expansion? Ich zitiere die Produktseite auf Steam:
Irgendein hasserfüllter Splitter außerirdischer Herkunft ist durch den Nachthimmel auf die alte Farm des Müllers am Dorfrand gestürzt! Jene, die das Pech hatten, die Ankunft des Kometen mitzuerleben, wurden von dem geblendet, was sie nur als wechselnde, vergängliche Schattierung von extremer Intensität beschreiben können. Seit zwei Wochen gibt es keine Nachricht mehr vom Bauernhof, bis auf das unirdische Stöhnen, das von den Ruinen der Mühle herüberhallt …

Das klingt doch nach Spaß! Zusätzlich listet die Featureliste den Punkt „Unsere bisher größte Soundtrack-Erweiterung von Stuart Chatwood“ auf, was mich besonders freut. Ist doch mal schön, wenn die Musik als Verkaufsargument Erwähnung findet – und das durchaus berechtigterweise.
Grundsätzlich bleibt sich ihr Schöpfer bei der Erweiterung inhaltlich treu, doch statt Grusel setzen alle Stücke auf unerbittliche Dramatik. Das kommt nicht von ungefähr, handelt es sich doch bei der oben beschriebenen Farm um einen neuen Spielmodus, in dem wir uns stärker werdender Horden von Gegnern erwehren müssen. Folglich geben sich im Score wuchtige Percussion und akzentuierende Streicher die Klänge in die Hand, Momente des Durchatmens suchen wir vergebens.
Mein Highlight stellt direkt der Anfangstrack The Blasted Heath dar. Dessen opulente Laufzeit von acht Minuten ist gefüllt mit Streicheraction, Trommelrhythmen und Synthieklängen, die mich (mit Ausnahme der Synthies) stellenweise an das fantastische The Witcher 3 erinnern. Die E-Gitarre in All Things Must Come avanciert dagegen in Richtung von Prototype, bevor der Chor und Geigen das Stück wieder ins Fantasy-Korsett zwängen. Ähnlich verhält es sich mit den restlichen drei Tracks (Dark Mitochondria, The Senescence, The Chloroplast of Cosmarium), die primär Dark Fantasy proklamieren. Alles in allem eine gute Fortsetzung, die sogar mit einem Toptrack zu überzeugen weiß.





