-
Dungeon Keeper
Gitarren aus der Tiefe Die Dungeon Keeper-Reihe ist eine dieser Spieleserien, die damals bereits super funktioniert haben und heute so viel Potenzial hätten, wenn man sie nur einmal vernünftig neu auflegen würde. Wer hat schließlich nicht schon davon geträumt, sein eigenes kleines Reich zu besitzen, seine Untergebenen zu piesacken und eine Domäne des Schreckens sein Eigen zu nennen? Denn dass Peter Molyneuxs Göttersimulation unterhielt und Dungeon Keeper sowie sein Nachfolger Dungeon Keeper 2 als zwei sehr gute Spiele gelten, ist unter Gamern allgemein bekannt. Umso trauriger, dass Electronic Arts der Serie 2013 mit dem Mobilableger effektiv den Todesstoß versetzte und vergleichbare Titel bisher nie die Klasse der Klassiker erreicht haben.…
-
IL-2 Sturmovik: Birds of Prey
Mittelmaß von oben IL-2 Sturmovik: Birds of Prey klingt zwar zur Hälfte nach Schlaganfall, ist aber tatsächlich eine langlebige Videospielreihe über die namensgebenden Kampflugzeuge. An dieser Stelle zitiere ich kurz aus meine Lieblingsquelle Wikipedia: Die Iljuschin Il-2 „Schturmowik“ (russisch Ильюшин Ил-2 Штурмовик, Schlachtflugzeug) ist ein ein- oder zweisitziges, einmotoriges, stark gepanzertes Schlachtflugzeug, das im Zweiten Weltkrieg von den sowjetischen Luftstreitkräften (WWS) eingesetzt wurde. Es ist eines der meistgebauten Flugzeuge der Welt. Wikipedia Jetzt weiß jeder, was gemeint ist und kann sich den Inhalt des Spiels ziemlich genau ableiten: es ist eine Luftkampfsimulation. Das muss reichen, schließlich habe ich das Spiel nicht gespielt, sondern nur in den Soundtrack reingehört, da dieser…
-
Diablo
Eine teuflische Kombination Wer hier mal wieder eine ausschweifende Review zu diesem Spieleklassiker erwartet, den muss ich im Falle der Diablo-Reihe leider enttäuschen. Denn: Ich habe sie nie gespielt. Also nie richtig. Tatsächlich ist mein einziger Berührungspunkt mit dem Hack-and-Slay-Urgestein der zweite Teil, den ich bei meinem Kumpel Paul im Koop gezockt habe. ‚Gezockt‘ bedeutete in dem Fall, dass der überforderte Mattis hinter einem sich andauernd in einen Bären verwandelnden Druiden herrannte, kein Loot bekam, da er nicht wusste, wie man Gegenstände aufhebt und die ganze Zeit aus dem Stockwerk über ihm angemault wurde, warum er denn so langsam sei. Heutzutage sähe das vermutlich anders aus, aber da ja niemand…
-
Diablo: Hellfire
Sparflamme Knapp ein Jahr nach dem Hauptspiel erschien Diablo: Hellfire, das Solo-Spielenden mehr höllisches Singleplayer-Fleisch bot. Neben zwei neuen Untergrundgebieten (Hive und Krypta), zehn neuen Zaubersprüchen, 20 neuen Monstertypen und sechs neuen Quests war das Hauptfeature der Erweiterung wohl nicht die neue Klasse des Mönchs, sondern die Tatsache, dass unser Charakter nun innerhalb der Städte rennen konnte. So besagt es zumindest das Fan-Wiki. Dort wird außerdem vermerkt, dass es wohl noch zwei weitere neue Klassen gab, die allerdings mangels Entwicklungszeit unfertig waren und eigentlich nicht veröffentlicht werden sollten: den Barbaren – quasi ein magieloser Krieger mit mehr Haudrauf-Potenzial – und die Bardin. Deren Beschreibungstext liest sich (mit Ausnahme der Kampffähigkeiten)…
-
Sid Meier’s Pirates!
A Pirate’s Life for Me Freibeuter hergehört, denn hier empfehle ich jetzt das beste Piratenspiel aller Zeiten: Sid’s Meiers Pirates! Gemeint ist aber nicht das 1987 erschienene Original von MicroProse für den C64, sondern das 2004er Remake von Firaxis Games. „Was, das olle Ding? Das hat doch so einen Comic-Look und noch nicht mal eine Altersbeschränkung, was soll ich mit dem Kinderspiel?“ Hierzu möchte ich sagen: „Sea of Thieves hat ebenfalls einen Comic-Look, Kinderspiele machen Spaß, und jetzt hör auf, meine Aussagen zu hinterfragen, sonst gibt’s ’ne ordentliche Kielholung.“ Wie gesagt: Pirates! hat alles, was das Seeräuberherz höher schlagen lässt: Kämpfe zu See und zu Land, Säbel- und Entermesser-Duelle, ein…
-
Age of Empires IV
Echtzeit für die Ewigkeit Gibt es für einen Gamer ein schöneres Gefühl, als ein Spiel abzuschließen und sich zu denken: „Das war gut. Ich habe nichts zu meckern, eine runde Sache.“ Dieses Gefühl hatte ich schon lange nicht, zumindest nicht in dieser Form. Und dann auch noch bei einem Game, das vergleichsweise neu ist. Day-One-Patches und die Games-As-a-Service-Mentalität haben mir zu häufig die gierigen Griffel verbrannt, als dass ich ein Spiel um den eigentlichen Release herum kaufe. Nun kam das Spiel zwar schon im Oktober raus, den Titel ‚Early-Adopter‘ kann ich mir damit wohl knicken. Aber wie gesagt, für mich ist ein Kauf drei Monate nach Release vergleichsweise früh. Age…
-
Call of Duty
Filmisches Kriegsdrama Es gab mal eine Phase, da habe ich die Call of Duty-Reihe wegen seiner Kampagne gespielt. Für Kriegsdramen, die die Irrungen und Wirrungen eines sinnlosen Konflikts auf eine subjektive Ebene runterbrechen und mich teilhaben lassen an etwas viel Größerem. Und weil’s cool in Szene gesetzt war und ein bis dato unbekanntes Maß an gelungener Script-Action bot. Die Erstürmung der Normandie, der kalte Kampf in Stalingrads engen Straßen oder Panzerjagd in Afrika, all das wurde damals stimmungsvoll in Szene gesetzt und mit dem notwendigen Ernst behandelt. Das mag auch heute noch in Teilen zutreffen, trotzdem habe ich seit dem 2008er Call of Duty: World at War keines der Spiele…
-
SpellForce: The Order of Dawn
Gelungener Erstversuch Auch wenn es sich bei dem Begriff ‚Spellforce‘ um einen Neologismus handelt, den das deutsche Studio Phenomic Game Development für seine gleichnamige Videospielreihe erschaffen hat, ließe er sich auf zwei Arten übersetzen: Zauberstärke und Buchstabierkraft. Und während die letztere Version eigentlich ein geiler Begriff wäre, um das Können von Teilnehmern eines Rechtschreibwettbewerbs zu beziffern, ging es den Entwicklern wohl vorrangig um die magische Deutung. Denn bei SpellForce geht es in die Welt Eo, die bevölkert wird von dem Fantasy-Einmaleins aus Menschen, Elfen, Orks und Zwergen sowie dem klassischen Konflikt von Gut gegen Böse. Anders als bei meinen anderen Reviews bin ich hier in der komfortablen Situation, dass ich…
-
SpellForce: The Breath of Winter
Ein Hauch Perfektion Der Soundtrack von The Breath of Winter setzt nahtlos dort an, wo der vom Hauptspiel endete, was bedeutet: erneut hohe Qualität und hörenswerte Melodien. Da es uns im Spiel in die arktischen Gebiete der Eiselfen verschlägt, liegt der Fokus dieses Mal mehr auf den klirrend kalten Klängen von Glocken- und Windspielen, die sich vermehrt mit sanften Harfen und weiblichen Chorälen kombinieren – Eis plus Elfen halt. Dadurch fehlt es dem Gesamtwerk Instrument-technisch etwas an dem Abwechslungsreichtum von The Order of Dawn, dafür ist das Hauptthema, das durch mehrere Tracks zieht, ein echter Hinhörer. Und die gewohnte Dreifaltigkeit aus packenden Kampftracks (Attack on FastholmeTilman Sillescu, Pierre LangerSpellForce: The…
-
SpellForce: Shadow of the Phoenix
Der Phönix ist gelandet Würde ich diese Reviews für ein Magazin schreiben oder einen ernsthaften Blog betreiben wollen, müsste ich vermutlich bei jedem Post auf eine gewisse Zeichenzahl kommen. Da ich das nicht tue, brauche ich mir auch beim zweiten und letzten Addon zu The Order of Dawn, genannt Shadow of the Phoenix, nichts aus den Fingern saugen. Wieder haben wir qualitativ hochwertige Mucke, die auf dem Level des Hauptspiels rangiert und im Gegensatz zu The Breath of Winter nun den sonnigen Süden behandelt, weshalb der Score dieses Mal nach Orient und weniger nach nordischem Frost klingt. Hört sich gut an, macht Spaß und ist trotz Nostalgiewarnung erneut eine klare…