-
Star Wars: Knights of the Old Republic II – The Sith Lords
The Dark Side of the Scores Nachdem Star Wars: Knights of the Old Republic 2003 ein Riesenerfolg war, gab es sowohl seitens der Fans als auch des Publishers LucasArts den Wunsch nach einer zeitnahen Fortsetzung. Dieser sollte mit Star Wars: Knights of the Old Republic II – The Sith Lords ein Jahr später in Erfüllung gehen – ein knappes Zeitfenster, aber so war das bei Spielen damals. Tatsächlich musste für das ursprüngliche Entwicklerteam von BioWare das neugegründete Studio Obsidian Entertainment einspringen. Die hatten zwar große Pläne, scheiterten letztendlich allerdings an der Deadline und aufgrund diverser Abspracheschwierigkeiten. Das Ergebnis war ein Kotor, aus dem kurzfristig viele Inhalte gestrichen werden musste, dessen…
-
Star Wars: Knights of the Old Republic
Music from a More Civilized Age Es ist endlich so weit, die Zeit ist gekommen. Nein Mama, ich habe noch nicht die Frau fürs Leben gefunden und nein, ich möchte mich auch nicht outen. Generell ist die Tragweite dieses Moments vermutlich nur für mich relevant, aber trotzdem wollte ich würdigen, dass ich jetzt endlich die Musik-Review zu dem Spiel mache, das für lange Zeit mein Lieblingsspiel und das beste Spiel aller Zeiten war: Star Wars: Knights of the Old Republic. Ich kann mich noch daran erinnern, als wäre es gestern gewesen, als mein Bruder und ich im Iserlohner Karstadt standen und uns ein Star Wars-Spiel aussuchen durften. Ich griff zuerst…
-
Wer sich auf den voll aufgedrehten, technoiden Rock-Mix einlässt, wird mit einer konsequent treibenden Untermalung belohnt, die zwar keine großen Verschnaufpausen kennt, aber als musikalischer Erstschlag absolut zu überzeugen weiß.
Hardrock aus Japan Mit Chaos Legion findet wieder ein Spiel der Kategorie Special Interest ihren Weg auf diese Webseite. Ich gestehe, dass ich so gut wie nichts mehr über die Story weiß. Irgendwas mit Göttern, Dämonen und sonstigen Unheiligkeiten, die allesamt im Japano-Over-the-Top-Stil Opfer unseres überdimensionalen Schwertes werden. Wir spielen dabei den Charakter Sieg Wahrheit (kein Scheiß), komplett mit roter Fönfrisur und Pelzkragenmantel. Dabei stehen uns die namensgebenden Legionen bei, die man wie bei einem Pikmin oder Overlord der jeweiligen Situation entsprechend beschwört. Oder so. Wer es genauer wissen will, soll meinen Bruder fragen, der das Game aus unerfindlichen Gründen richtig geil fand und sogar die letzte, legendäre Legion freigeschaltet…
-
Earth 2140
Unpassender Genre-Mix Die Earth-Reihe vom polnischen Entwicklerstudio Reality Pump Studios war die europäische Antwort auf den Strategiespielhit Command & Conquer, der 1997, also zwei Jahre nach Tiberian Dawn, für MS-DOS erschien. Die Tatsache, dass heutzutage kaum mehr jemand die Marke kennt und sie vor fast 20 Jahren mit dem dritten Teil, Earth 2160, ihr unrühmliches Ende fand, sollte deutlichmachen, wie schlagfertig diese Antwort war. Ich gebe unumwunden zu, dass ich vermutlich auch nichts von ihr wüsste, wenn der Nachfolger Earth 2150 nicht einer GameStar als Vollversion beigelegen hätte. Während ich sehr viel Spaß mit jenem Game hatte – genug wohlgemerkt, um sogar das verkorkste Earth 2160 zu kaufen –, kann ich absolut…
-
Sid Meier’s Civilization
Ursuppe Für gewöhnlich versuche ich, das Review-Pferd immer von vorne aufzusatteln, und beginne deshalb meist mit den Urvätern einer Reihe, bevor ich mich zu den Nachfolgern durcharbeite. Bei Sid Meier’s Civilization habe ich bewusst mit dieser Tradition gebrochen, einfach weil ich im Fall vom 6. Teil von einem richtig guten Soundtrack sprechen wollte. Aber weil alles hier seine Ordnung haben soll, springen wir zurück in das Jahr 1991, als das erste Sid Meier’s Civilization auf den Markt kam. Da mein persönliches Erscheinungsdatum erst 1992 anstand, kann ich inhaltlich nichts sagen. Ich empfehle dennoch, mal in die Screenshots zu schauen, allein schon Stalin auf Paint-Niveau hat etwas Magisches. Der Score Der…
-
Half-Life
Mittelmaß bringt Mittel-Spaß Half-Life gilt gemeinhin als Meilenstein der Videospielgeschichte. Als das Spiel, das spannendes Shooter-Gameplay mit einer interessanten Story verband – aber nicht irgendwie, sondern in 3D! Für viele Zocker muss es eine einmalige Erfahrung gewesen sein, mit dem nanobesuiteten Gordon Freeman durch die Korridore von Black Mesa zu irren und dabei mit konventionellen wie unkonventionellen Waffen Marke Brecheisen auf allerlei Zombie- und Aliengewürm einzuknüppeln. Für mich war das Spiel mit einer 18er-Freigabe natürlich fernab jeglicher Spielbarkeit – nicht dass ich überhaupt die Peripherie gehabt hätte, um dieses zur damaligen Zeit grafische Meisterwerk spielen zu können. Trotzdem habe ich es irgendwann mal nachgeholt und hatte sehr viel Spaß damit.…
-
Death’s Door
Krähative Seelsorge Manchmal muss man den Tatsachen ins Auge blicken: zwei Schokocroissants sind kein Frühstück, der Tod ist unausweichlich, und eine knuffige Anmutung macht noch kein überragendes Spiel. Das klingt hart – besonders für jemanden, der gefühlt seit Jahren auf diese Weise in den Tag startet – aber so ist das nun mal. Spaß beiseite, Death’s Door von Acid Nerve ist nett. Also wirklich ’nett‘. Da ’nett‘ allerdings gemeinhin der kleine Bruder von ’scheiße‘ ist, werde ich kurz erläutern, warum mich das Spiel nicht so richtig begeistert hat. Dazu muss der Leser wissen, dass ich Videospiele relativ ausgewählt konsumiere. Will sagen: Im Jahr spiele ich eher 20 als 200 Games.…
-
Hades
Höllisch gut Hades ist in der griechischen Mythologie bekannt als älterer Bruder von Götterchef Zeus und Herrscher der Unterwelt. Weniger bekannt ist er dafür als Vater eines aufmüpfigen Teenagers, der nichts Besseres zu tun hat, als sich bei seiner Flucht durchs Totenreich zu kämpfen. Gemeint ist damit Zagreus, lässiger Prügelknabe und Protagonist des Rogue-Like/Rogue-Lite Spiels Hades. Als im Jahre 2018 erschienener Indietitel mauserte sich das Game von Entwickler Supergiant Games, der mit Titeln wie Bastion, Transistor oder Pyre bereits vorzeigbare Perlen gezaubert hatte, schnell zum Kritikerliebling. Nachdem ich es mir 2021 für die Switch zugelegt und es mich über die Weihnachtstage in seinen Bann geschlagen hatte, fristete es seit damals…
-
Marvel’s Midnight Suns
Strahlende Heldenorgie Anfang Dezember erschien mit Marvel’s Midnight Suns, ein Spiel der XCOM-Macher von Firaxis Games im Marvel-Universum, das die Gemüter spaltet: Für manche ist es eine logische Kombination aus cleveren Taktikkämpfen und Superhelden-Kosmos, für andere ein Laberfest mit zu wenig Zockanteil. Zumindest habe ich das aus den Meinungen der Kanäle herausgehört, die ich bezüglich Meinungsbildung frequentiere. Als jemand, der XCOM 2 sehr gerne gespielt hat, möchte ich nicht ausschließen, dass auf dieser Seite auch irgendwann eine Game-Review dazu auftaucht. Denn nicht nur das, was ich zum Inhalt gesehen habe, hat mir Lust auf das Game gemacht. Der Score Nein, auch die Musik hat es mir angetan. Die stammt von…
-
The Surge
Arm dran statt Arm ab Auch wenn mich meine Mutter häufig so genannt hat, bin mit The Surge ausnahmsweise mal nicht ich gemeint. Tatsächlich handelt es sich um ein Sci-Fi-Soulslike des deutschen Entwicklerstudios Deck 13, das 2017 rauskam. Gespielt habe ich es nicht (auch wenn ich jemanden kenne, der es getan hat und vielleicht über einen Gastbeitrag nachdenken könnte …), die Idee, Gegner durch den chirurgischen Einsatz von Hack- und Sägeutensilien gewaltvoll um ihre Gliedmaßen zu bringen und sich selbst damit auszurüsten, klang aber eigentlich ganz cool. Der Score Der Soundtrack zum Spiel stammt von Markus Schmidt, der sich mit seiner Arbeit an Spielen wie dem neusten Ableger der Anno–…