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SpellForce 2: Shadow Wars
Wenn Elfen weinen Vor 18 Jahren (holy ****) erschien mit SpellForce 2: Shadow Wars eines der besten Rollenspiele aller Zeiten – das behaupte zumindest ich. Mit seiner zeitlosen Grafik, einer tollen Story und dem clever erweiterten Spielprinzip des nicht minder großartigen Vorgängers SpellForce: The Order of Dawn bleibt es bis heute in meiner Hall of Fame der ganz großen Rollenspiele … und Strategiespiele. Denn die SpellForce-Reihe kombinierte seit jeher das klassische Party-Rollenspiel-Konzept à la Dungeons & Dragons mit Echtzeitstrategie. Statt eine Karte zu erkunden und Quests zu erledigen, erkunden wir eine Karte, erledigen Quests und bauen gleichzeitig eine Basis, um unsere Heldentruppe mit einer schlagkräftigen Armee zu unterstützen. Die Story…
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SpellForce 2: Faith in Destiny
Vom Glauben abgefallen Im Vergleich zum sehr guten SpellForce 2: Dragon Storm, hätte ich auf das Faith in Destiny-Addon sehr gut verzichten können. Aufgrund des Pleitegangs von Publisher Jowood, wurde das Spiel nicht mehr von Phenomic produziert, die nach der Übernahme von EA 2006 den Flop BattleForge (2009) rausbrachten, zum Browsergame-Machen verdammt wurden und 2013 geschlossen wurden. Stattdessen wurden die Trine Games mit der Entwicklung des ersten der beiden Standalone-Addons beauftragt. Denn die Rechte der Reihe hatte der Publisher Nordic Games (heute THQ Nordic) gekauft, der daraufhin ungenierte Leichenschändung am stolzen SpellForce 2-Korpus betrieb. Das Studio – das übrigens nichts mit der Trine-Serie zu tun hat – hatte sich 2008 mit seinen Erstlingswerken, den Erweiterungen Die Gilde 2:…
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SpellForce 2: Demons of the Past
Ein Score für die Vergangenheit Die Musik zur letzten Erweiterung stammt, wie bereits gesagt, ebenfalls von Josef Altersberger und baut auf dessen Stärken auf – was in Ermangelung dieser wirklich beachtlich ist. Auch wenn er noch lange nicht an die Werke von Langer und Sillescu heranreicht, ist doch eine gewisse Verbesserung wahrnehmbar. Die Tracks wirken etwas kräftiger, mutiger. Mit Realm of the GodsJosef AltersbergerSpellForce 2: Demons of the Past3 kommt sogar etwas Fluch der Karibik-Stimmung auf. Hans Zimmer statt Howard Shore also? Bei Weitem nicht. Der OST erreicht stattdessen eher den unteren Genrestandard, was im Vergleich zu Faith in Destiny schon ein dankenswertes Upgrade darstellt. Trotzdem wird dieses Album wegen…
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SpellForce 2: Dragon Storm
Alle (Dr)Achtung Nach viel Lob fürs Hauptspiel kann ich fast nahtlos weiterpreisen. Die erste Erweiterung, Dragon Storm, erschien gut ein Jahr nach SpellForce 2: Shadow Wars und spann die Story vorbildlich weiter. Nachdem wir im Hauptspiel eine Gruppe aus Drachen-Blutsbrüdern, den Shaikan, anführten und Heere der klassischen Fantasy-Völker kommandierten, wurde die Echsenfraktion zur spielbaren Fraktion erhoben. Somit durften wir Einheiten wie Drachlinge und Blutmagier in die Schlacht führen, was den Reigen der Gute-Laune-Völker passend erweiterte. Zudem wurde besagte Blutmagie als weiterer Skilltree hinzugefügt – nice! Der Score Doch auch die Musik war erneut absolut hörenswert, stammt sie erneut von Dynamedion um Pierre Langer und Tilmann Sillescu. Das zugehörige Album präsentiert uns in elf…
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Child of Light
Lichtgestalt und Soundgewalt Es entstand einst vor langer ZeitEin Spiel mit Namen Child of Light. In diesem Märchen von UbisoftVerkörpern wir gar unverhofft Aurora, Prinzessin, schwer erkranktIm Fiebertraum neu‘ Kraft sie tankt. Sie ist gar wundervoll, die MäreVom Mädchen mit dem feurig Hair. nur leider hat’s kaum wer gezocktSodass kein Investor hat frohlockt. Egal, sag’ ich, es bleibt mir wohlIm Gedächtnis dank der Birne hohl. Doch Spiel allein ist nicht der GrundDen tue ich in dieser Review kund! Es geht nicht um Süd, West oder NordNein, der OST ist meines Glückes Hort. Ich bitte diesen kurzen Ausflug ins Reich der Poesie zu entschuldigen, bot es für diesen Titel doch einfach…
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Dark Souls
Einheitlicher Endboss-Epos Leute, die ein paar meiner Reviews gelesen haben, werden häufiger über das Genre der Souls-Likes und dessen Begründer Dark Souls gestolpert sein. Coregamern sollte das Spiel ohnehin ein Begriff sein, wird es doch von seinen masochistischen Jüngern als Heiliger Gral des Gamings angesehen. Ich persönlich konnte nie viel mit dem Gedanken anfangen, regelmäßig den Verlust meines hart erspielten Fortschritts in sackschweren Kämpfen zu riskieren. Außerdem war die PC-Version total verbuggt, weshalb ich noch vorm Zweikampf mit dem ersten Mini-Bösschen schon keine Lust mehr hatte. Der Score Infolgedessen habe ich keine nostalgisch verklärten Erinnerungen an den Soundtrack, der uns während der Todestänze das Trommelfell belagert. Dass er trotzdem auf…
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Dark Souls: Artorias of the Abyss
Abgrundtief gut Als Prequel ist Artorias of the Abyss in der Dark Souls-Reihe wohl einzigartig. Während Dark Souls 2 und Dark Souls 3 deutlich nach den Geschehnissen vom ersten Dark Souls spielen, verfrachtet uns dieser DLC in die Vorzeit des Landes Oolicle, dessen Zerstörung durch Manus, den Vater des Abgrunds, wir verhindern müssen. Wer beim Lesen dieser Zeilen nun im Fragezeichen-Encounter festhängt, geht es genau wie mir beim Schreiben derselben. Da die Erweiterung durchweg gute Kritiken eingeheimst hat, scheint es den Fans gefallen zu haben. Vielleicht lag das aber auch an der musikalischen Untermalung? Der Score Hier bedarf es zunächst einer kurzen Erklärung, denn eigentlich hat Artorias of the Abyss…
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The Witcher
Der Vorbote Als The Witcher vom polnischen Entwicklerstudio CD Projekt Red 2007 auf den Markt kam, hätte es eine dieser vielen Lizenzverwurstungen werden können, die zu der damaligen Zeit gang und gäbe waren. Und zu einem gewissen Grad war es das auch: sperrig, unkonventionell, nicht massenmarkttauglich. Zumindest war das meine Erfahrung mit dem Spiel. Mehr dazu könnt ihr in meiner Game-Review finden. Um euch das Fremdschamlesen zu ersparen, umreiße ich deren Inhalt kurz. Im Grunde attestiere ich dem Spiel eine sehr dichte Atmosphäre und eine gelungene Adaption der Buchvorlage, auch wenn ich diese zu meiner Schande bisher noch nicht gelesen habe. Die Welt des Hexers ist düster, brutal und fernab der bekannten Fantasy-Klischees. Folglich…
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Die Sims
Magische Melancholie Über Die Sims, ein Spiel, das zur Jahrtausendwende erschien und ganze Generationen vor die Röhrenbildschirme fesselte, wurde bereits alles gesagt … zumindest inhaltlich. Aber ich bin nicht hier für Inhalt, ich bin hier für Meinung! Und für mich war Die Sims magisch. Nicht nur wegen seines sechsten Addons Hokus Pokus, sondern aufgrund des revolutionären Spielprinzips, das mich die Leben von digitalen Menschen kontrollieren und sie durch alle Höhen und vor allem Tiefen steuern ließ. Wenn man dies wie ich im zarten Alter von acht Jahren tat, bedeutete das für meine Sims meistens eine Existenz, vergleichbar mit der eines durchschnittlichen FDP-Wählers, der durch unerlaubte Mittel zu immensem Reichtum gelangt war und seinen Lebensabend,…
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Die Sims: Hokus Pokus
Zauberhafter Rummel Der Jahrmarkt ist in der Stadt! Doch es ist kein gewöhnlicher Rummel, sondern ein Ort voller magischer und mythischer Wesen sowie Monster. In der letzten Erweiterung Die Sims: Hokus Pokus (bzw. Makin‘ Magic im Original) drehte das Entwicklungsstudio Maxis noch mal richtig an der Content-Schraube und brachte unseren Sims das Zaubern bei. Um selbst Zauberern und Hexen zu werden, mussten wir durch ein schwarzes Loch im Boden (nur echt mit Las-Vegas-ähnlichem Neon-Blinkepfeil) in die Stadt der Magie springen – eine komplett neue Nachbarschaft, in die wir sogar ziehen konnten. Das bot sich an, denn wenn unsere Sims außerhalb der Magiestadt zauberten, folgte eine Strafe durch den Mysteriösen Mann.…