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Overwatch
Superhelden-Epos im Avenger-Stil 2015 überraschte Blizzard die Gamingwelt: damals bestand die Überraschung daraus, dass es sich bei dem Spiel um eine neue IP handelte; heute wäre man wohl überrascht, weil das Spiel tatsächlich gut und vor allem ohne gravierende Mängel erschien. Das Ganze nennt sich Overwatch und ist ein futuristischer Hero-Shooter, komplett mit Cyborg-Ninjas, Space-Affen und Raketen-Mechs. Dabei zeigten die Entwickler lange vor Battle Royale Platzhirsch Fortnite, dass Multiplayer-Shooter auch im knallbunten Cartoonlook funktionieren und darüber hinaus eine coole Lore haben können. Durch die kinoreifen Cinematics in gewohnter Blizzard-Qualität hätte zumindest ich gerne mehr von dieser Welt gesehen, zum Beispiel in einem Singleplayer-Modus oder direkt als Film – gab’s aber…
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Plague Inc.
*Obligatorischen Corona-Gag hier einfügen* Das wird wieder mal eine kurze Review, da ich nicht viel zum Plague Inc.-Soundtrack sagen kann. Der passt nämlich auf eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, was wohl der Tatsache geschuldet sein dürfte, dass das Spiel ursprünglich als Handy-App erschienen ist. Es geht darum, mit einem Virus die Menschheit auszulöschen, was dank Grönland recht knifflig werden kann. Entsprechend übersichtlich gestaltet sich die Trackliste: gerade einmal neun Songs haben sich die Komponisten und Entwickler Joshua Kaplan und Marius Masalar aus ihren Gehirnwindungen gezogen. Die entsprechen dem Erwartbaren: Düstere Synthie-Klänge wabern umher, wie beispielsweise im gelungensten Track All in Your HeadJoshua Kaplan, Marius MasalarPlague Inc.4. Das lässt Erinnerungen an Klassiker wie die…
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Furi
Das ballert! Bei Furi geht’s weder um einen titelgebenden Rappen, der mit wallender Mähne über die Steppe reitet, noch Menschen mit bedenklichen Bekleidungsentscheidungen. Furi ist ein Bullet-Hell-Shooter von 2016 – wem das nichts sagt: Man muss vielen Sachen ausweichen, während alles blinkt. Für viele Gamer reizvoll, ist das Genre bei mir nur in Maßen als Quell der Freude vermerkt. Zu sehr geht’s ins stupide Auswendiglernen von Angriffsmustern und Abläufen, was mich zuletzt beim relativ simplen Bosskampf von A Plague Tale: Innocence ziemlich genervt hat. Dark Souls, wir werden wahrscheinlich in diesem Leben keine Freunde. Der Score Dabei soll Furi, auch wenn der Name es suggeriert, eigentlich gar nicht so unfair…
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7 Billion Humans
Musik fürs Büro Wer auf spielerische Weise programmieren lernen möchte, für den ist 7 Billion Humans genau das Richtige. Wie im Vorgänger Human Resource Machine von 2015 lassen wir Angestellte eines Superkonzerns durch eine Abfolge von Befehlen Pakete vom Input- aufs Output-Fließband legen. Klingt wenig spannend, ist aber tatsächlich wirklich interessant und auf 2D Boy-Art charmant in Szene gesetzt. Musikalisch schlägt das Spiel in die Kerbe seines direkten Vorgängers – leider muss man sagen, denn wie auch bei Human Resource Machine klingt 7 Billion Humans nicht nach dem fantastischen World of Goo. Stattdessen hören wir hier jazzige und sphärische, fast schon futuristische Tracks, die thematisch zwar zum Cyber-Konzern passen, umgekehrt…
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Borderlands 2
Knallige Mucke für Knalltüten-Action Der Lootshooter ist unbestritten ein großartiger Vertreter seiner Zunft. Hier wird die Sammelsucht nach besserem Equipment zur Perfektion getrieben. Gerade im Koop macht das Wetteifern nach den höchsten Schadenszahlen Laune. Das Ballern geht gut von der Hand, die Welt ist herrlich abgedreht und besonders die Charaktere machen die Story recht unterhaltsam. Bei denen sticht neben Oberfiesling Handsome Jacko auch die Sprengstoffspezialistin Tiny Tina hervor. Die ist zwar noch ein Kind, hat aber bereits viel Scheiße erlebt und den fiesen Banditen auf explosive Weise den Kampf angesagt. Wegen der super Vertonung (zumindest im Original) kommen auch die ernsteren Passagen gut zur Geltung, und ein ums andere Mal…
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Borderlands 2: Tiny Tina’s Assault on Dragon Keep
Würfelpech Zum Abschluss der großen Inhalts-DLCs kommt mit Tiny Tina’s Assault on Dragon Keep einer der wohl besten DLCs der Videospielgeschichte. Der war sogar so gut, dass er vor kurzem mit Tiny Tina’s Wonderlands seinen eigenen Standalone-Ableger bekam. Auch darin spielen wir eine Pen-&-Paper-Partie der durchgeknallten Sprengstoffexpertin Tiny Tina, die auf ihre Weise die Geschehnisse und das Ende des Hauptspiels Borderlands 2 aufarbeitet. Das war herrlich abgefahren, wirkte aber zu keiner Zeit gezwungen oder bemüht, sondern transportierte das Shooter-Gameplay unterhaltsam ins Fantasy-Szenario. Die Musik diente indes leider eher als schmückendes Beiwerk. Der Score Mit 13 Tracks ist der OST von Tiny Tina’s Assault on Dragon Keep der umfangreichste der DLC-Riege.…
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Borderlands 2: Mr. Torgue’s Campaign of Carnage
Make Amerika Mr. Torgue Again Die Borderlands-Reihe ist bekannt für ihre aberwitzigen und überdrehten Charaktere. Der DLC Mr. Torgue’s Campaign of Carnage dreht sich um den namensgebenden Waffenhersteller Mr. Torgue, dessen Badass-Attitüde, seine Liebe zum Kapitalismus, Monstertrucks und vor allem Waffen – der Begriff „Ballerballer“ passt also wunderbar Was 2012 noch als Persiflage amerikanischer Stereotype galt, trägt heute MAGA-Hüte und wählt Faschisten. Tatsächlich ist Mr. Torgue in dieser Hinsicht deutlich nuancierter als seine realen Ebenbilder, da er trotz seiner Hypermaskulinität als überzeugter Feminist auftritt. Zudem lässt er hin und wieder tiefgründige Gedanken hinter der Fassade durchscheinen und entwickelt später viel Freude am Hobby Pen & Paper, wie die Erweiterung Tiny…
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Borderlands 2: Commander Lilith and the Fight for Sanctuary
Abschluss vom Abschuss Und zum Abschluss der letzte DLC, von dem ich mit Sicherheit sagen kann, dass ich ihn nicht gespielt habe. Schließlich erschien der erst 2019, also ganze fünf Jahre nach dem letzten Inhaltsupdate und sieben nach dem Hauptspiel und sollte als Brücke zwischen Teil 2 und Teil 3 dienen. Da ich aber gerade Borderlands 3 spiele und Sanctuary, die fliegende Stadt aus Borderlands 2, jetzt scheinbar ein Raumschiff ist, gehe ich davon aus, dass dieses Detail unter anderem in Commander Lilith and the Fight for Sanctuary erklärt wird. Der Score Kommen wir also final zum Soundtrack, der mit 16 Tracks ungefähr so umfangreich ist wie die Headhunter Packs…
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Borderlands 2: Sir Hammerlock’s Big Game Hunt
Erfolglose Jagd Der inhaltlich schwächste DLC dreht sich um den britischen Großwildjäger Sir Hammerlock, den wir ebenfalls bereits aus dem Hauptspiel kennen. Wir begleiten den Briten bei seiner Jagd in ein Sumpfgebiet mit neuen Gegnern und einem Sumpfboot als frischem Fortbewegungsmittel. Die Missionen sind kurz, die Welt exotisch wie unspektakulär und der Schwierigkeitsgrad hoch. Die Erweiterung ist damit nur etwas für echte Fans. Der Score Mit gerade einmal zwei Tracks fürs Album hat auch Komponist Cris Velasco abgerüstet. Hunter’s Grotto (Ambience)Cris VelascoBorderlands 2: Sir Hammerlock’s Big Game Hunt3 ist – wenig überraschend – ruhiger und besticht durch den Einsatz des Didgeridoos. Das sorgt in Kombination mit dem Banjo für typisch…
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Borderlands 2: Captain Scarlett and Her Pirate’s Booty
Bootymissions Wer bei einem Piratensetting an tropische Inseln und Seeschlachten gedacht hat, guckt beim DLC Captain Scarlett and Her Pirate’s Booty ein wenig ins Fernglas. Der Schauplatz dieser Erweiterung liegt in einer größtenteils ausgetrockneten Wüstenregion, weshalb uns vorrangig Sandwürmer und anderes Ödland-Gekröse begegnen. Dort treffen wir Captain Scarlett, die uns bei der Suche nach einem verlorenen Schatz um Hilfe bittet. Passend zum schwarzen Humor der Reihe können wir uns sicher sein, dass sie uns am Ende hintergehen wird. Warum? Es steht in ihrer Charaktervorstellung! Das Wortspiel im Titel bezüglich ihres Gesäßes ist derweil eine Irreführung. Wirklich bemerkenswert ist dieses jedenfalls nicht – also habe ich gehört. Insgesamt war das Addon…