• Battlefield 2: Special Forces

    Kurzeinsatz Wenn man an Sondereinheiten denkt, werden den meisten Call of Duty-Spieler*innen sofort das britische Special Air Service (SAS) oder die russischen Speznas in den Sinn kommen. Es verwundert also kaum, dass für die Erweiterung Battlefield 2: Special Forces vom später aufgelösten Studio Digital Illusions Canada (DICE Canada) neben acht neuen Karten, zehn neuen Fahrzeugen und sieben neuen Waffen zwei neue Nationen in Form von Russland und Großbritannien ins Rennen gingen. Hinzukam allerlei Technikschnickschnack wie Nachtsichtgeräte, Wasserwerfer, Helikopter – ups, da bin ich kurz in Ich hab Polizei von POL1Z1STENS0HN alias Jan Böhmermann abgedriftet. Also nochmal: Nachtsichtgeräte, Enterhaken, Seilzüge, Tränengas, Blendgranaten und Atemschutzmasken. Nice! Ich kann mich noch gut daran…

  • Battlefield 2: Euro Force

    10 Cent Truppe In der zweiten Erweiterung durfte dann die Europäische Union ran – Moment, die EU? Als Kriegspartei? Da hat Entwickler DICE-Canada aber im Politikunterricht geschlafen! Schließlich weiß jeder, der (wie ich) in der Schule aufgepasst hat oder (natürlich nicht wie ich) kurz im Internet recherchiert hat, dass die EU keine eigene Armee befehligt, sondern nur im Rahmen der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVP) Truppen bündeln kann, wobei es sich immer um Kontingente der Mitgliedsstaaten handelt. Zwar gibt es militärische Missionen (EUFOR) und sogenannte „EU Battlegroups“, aber da die Fraktion im Spiel recht prominente blaue Uniformen trägt, wurde die EU vermutlich mit den Blauhelmen der UN verwechselt. Diese dürfen…

  • Rise and Fall: Civilizations at War

    Ein Fall für Spezialisten Mir war Rise & Fall: Civilizations at War kein Begriff. Stellt sich raus, musste es auch gar nicht sein. Mit einer durchschnittlichen Wertung im gehobenen Mittelfeld, war es trotz seines innovativen Konzepts aus Echtzeitstrategie meets Third-Person-Shooter kein Genrerevoluzzer. Wo ein SpellForce mit seinem Rollenspielfundament funktionierte, war Rise & Fall wohl weder genug Fisch noch Fleisch. Schade eigentlich … vielleicht möchte man 17 Jahre später ja mal einen neuen Versuch wagen? Der Score Beim Soundtrack konnte derweil mit Komponist Jason Graves jemand engagiert werden, der quasi prädestiniert für dieses Projekt war. Denn wo wir ihn später eher im Umfeld diversen Actionallerleis – unter anderem Third Person –…

  • Far Cry

    Zum Heulen Ein gutes Spiel aus deutschen Landen? Nein, das ist kein Fiebertraum, sondern Far Cry. Das Erstlingswerk von Studio Crytek zeigte 2004, dass sie settingstechnisch zwar nur eine Inselbegabung vorweisen können, trotzdem fand das Game seine Liebhaber. Ich selbst hatte erst drei Jahre später Kontakt zu Crysis, das dem ganzen Konzept einen Sci-Fi-Mantel überstülpte. Objektiv mag es wohl das bessere Spiel sein, Fans dürften wohl dennoch glücklich ans Abenteuer von Ex-Marine Jack Carver im Südpazifik zurückdenken. Der Score Dass sich innerhalb von drei Jahren in der Spielebranche viel getan hat, sieht man derweil nicht nur an der Grafikqualität, die Crysis von seinem geistigen Vorgänger unterscheidet, sondern auch der musikalischen…

  • Enemy Territory: Quake Wars

    Leichtes Beben Wie bei den meisten Teamshootern der 00er Jahre, kann ich mangels damaligen Internetzugangs auch zu Enemy Territory: Quake Wars nicht viel sagen. Als Spin-Off der alterwürdigen Quake-Serie wagte sich Entwickler Splash Damage in die Gefilde von Battlefield und Co und bot für die 32-Spieler-Matches sowohl Fahr- wie Flugzeuge an. Ein Novum für die Reihe sowie dessen geistigen Vorgängers Wolfenstein: Enemy Territory, der (überraschenderweise) in der Wolfenstein-Serie verankert war. Wer hät’s gedacht? So, genug Onlineinfos zusammengeknüppelt – auf zur Music-Review. Der Score Die wird kurz ausfallen, da es sich nicht nur um einen Gamerip handelt, sondern auch noch einen sehr kurzen. Gerade einmal sechs Tracks bietet uns Komponist Bill…

  • Long Live the Queen

    Klaviermusik vom Grabbeltisch Ein Spiel, dem wohl die Beschreibung Visual-Novel mit Entscheidungsfreiheit gerecht wird: Long Live the Queen. Was es ist, wieso ich es überhaupt gespielt habe und warum mir es mir etwas ans Herz gewachsen ist, könnt ihr in der dazugehörigen Game-Review lesen. Hier möchte ich kurz über seine Musik sprechen. Kurz deshalb, weil es zum einen nicht viel zu sagen gibt, zum anderen aber auch nicht viel zu hören. Der Score Umso überraschender, dass der Score einer der größten Motivatoren beim Zocken war – neben dem Wunsch, meinem Kumpel eins auszuwischen. Der (also der Score, nicht der Kumpel) besteht zwar aus 27 Tracks, die allerdings größtenteils eher als…

  • Overwatch 2

    Alte Stärken, neue Schwächen Fast ein Jahr ist es her, dass Blizzard mit Overwatch 2 die Evolution des fantastischen Heroeshooters von 2016 veröffentlicht hat. Evolution, weil’s im Grunde Overwatch mit ein paar spieltechnischen Anpassungen wie der Reduktion auf 5vs5–Matches oder überarbeitete Heldendesigns war. Was ich in meiner dazugehörigen Review als passionierter Fan damals noch euphorisch als vielversprechendes Fundament bezeichnete, ist mittlerweile zu einem porösen Mauerwerk degeneriert, dem die Spielerschaft unterm Arsch wegbricht – mich eingeschlossen. Ich möchte hier gar nicht ins Detail gehen und meinem Unmut Luft machen, deshalb sei nur gesagt, dass meine Wertung vom 3. Dezember 2022 heute etwas anders aussehen würde. Stattdessen will ich abklopfen, ob zumindest…

  • BioShock 2

    Dystopische Dunkelheit im Licht des Flutscheinwerfers Eines der größten Mysterien des 2007 erschienenen BioShock war, neben der Unterwasserstadt Rapture, das ungleiche Duo aus kleinem Mädchen in Haushälterkleidung und hünenhaftem Beschützer im Taucheranzug, genannt Big Daddy und Little Sister. Während Ersterer mit Granatwerfer und Handbohrer ausgestattet unachtsamen Splicern und unserem Alter Ego beim Entleben half, nutze das dämonische Mädchen mit ihren rotglühenden Augen eine überdimensionierte Spitze, um ihren Opfern das wertvolle Adam auszusaugen. Als Spieler war ein Aufeinandertreffen mit den beiden immer ein besonderer Nervenkitzel; dieser Moment, wenn die ersten Erschütterungen und das walartige Stöhnen von seiner Ankunft kündeten und „Mr Bubbles“ gemächlich an uns vorbeischlurfte, waren für mich immer ein…

  • Der Herr der Ringe: Gollum

    Not all those who wander are lost Wir hier bei MaybeMusic sehen immer das Gute in Videospielen. Sei es ein verkorkster AAA-Titel, ein Indiegame mit fragwürdigen Designentscheidungen oder einfach nur ein Kackspiel. Wir glauben, dass in jedem Misthaufen immer noch etwas drin ist, das eine Schmeißfliegenfamilie durch einen harten Winter bringen kann. Und dafür ist sich unser Team (ich) nicht zu schade, dort zu wühlen, wo selbst hartgesottene Rezipienten retirieren! Kommen wir folglich zu Der Herr der Ringe: Gollum, einem Spiel, das schon in seinen ersten Trailern wenig versprach und dieses Wenige nach Release dann nochmal grandios unterbot: verbuggt, veraltet, belanglos. Diese Einschätzung stammt nicht von mir, sondern ergibt sich…

  • Commandos: Hinter feindlichen Linien

    Untergetaucht Wie viele Stunden ich im Nachfolger, Men of Courage verbracht habe, möchte ich gar nicht wissen. Das Konzept der Commandos-Reihe, sich aus der Iso-Perspektive mit einer kleinen Truppe Soldaten durch gegnerverseuchte Stützpunkte zu schleichen, jeden Schritt minuziös zu planen und dann doch wegen irgendeines gestreiften Sichtkegels den Alarm auszulösen, war so frustrierend wie packend. Besonders dann, wenn man es sich wie meine Wenigkeit zusätzlich schwer macht und niemanden töten, sondern lediglich betäuben wollte. Da das Genre lange Zeit viel zu stiefmütterlich behandelt wurde, hatte ich immer ein wenig nostalgisch verklärte Wehmut, wenn ich an die Reihe zurückdachte. Zum Glück gibt es mit Games wie Desperados und Shadow Tactics mittlerweile…