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Overlord
Nur eine kleine Schreckenstat Vor circa acht Jahren, als ich gerade anfing, meine Meinung ungefragt zu artikulieren, war eine meiner ersten Game-Reviews die zum Spiel Overlord. Was war ich stolz auf diesen Text, diese ausdrucksstarke Meinung, ja dieses Manifest! Vermutlich ist die Rezension von U20-Mattis ebenso gut gereift wie mein Haupthaar. Wer sich ein Bild davon machen möchte, kann ja gerne die Game-Review lesen. Darum soll es hier aber nicht gehen, nur so viel: Ich habe das Spiel damals sehr gerne gezockt und entsprechend gefärbt war auch meine Bewertung. Und auch heute noch würde ich gerne ein Remake oder gar einen Nachfolger spielen, doch die Chancen darauf sehen ähnlich gut…
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Overlord: Raising Hell
Lauwarm Raising Hell ist diese Art von Erweiterung, bei der man selbst mit Internetrecherche nicht wirklich erfährt, worum es sich genau handelt. Ist es ein Addon? Ein DLC? Oder das Originalspiel, das für eine andere Plattform aufpoliert wurde? Keine Ahnung! Ich schätze, es handelt sich um eine minimale Erweiterung Marke Fable: The Lost Chapters, aber nagelt mich nicht darauf fest oder fragt mich, ob es was taugt. Der Score Beim Soundtrack traue ich mir dagegen schon eher eine Bewertung zu, denn der ist eher mittelmäßig. Die fünf Tracks des Gamerips stammen erneut von Komponist Michiel van den Bos, der zu den bekannten Instrumenten aus Klavier und Streichern eine E-Gitarre dazumischt.…
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Die Siedler III
Pfiffig – Liebenswürdig – Nicht perfekt Heutzutage ist es ja nichts Ungewöhnliches mehr, dass sich eine Spielereihe neu erfindet. Ein Schlauch-Adventure wird zum Open-World-Epos, eine Shooterreihe zum Strategietitel. Für mich war der Sprung von Die Siedler II zu Die Siedler III aber das erste Mal, dass ein Nachfolger nicht exakt dem Vorgänger nachempfunden wurde. Statt Häuser mit Fahnen und Wegen zu verbinden, konnte ich plötzlich meine Gebäude frei positionieren und Soldaten über die Karte kommandieren. Auch wenn der Kern der Die Siedler-Reihe weiterhin der Aufbau eines funktionierenden Wirtschaftskreislaufes war, fühlte es sich an wie ein ganz neues Spiel. Hinzukam neben der damals grandiosen Grafik noch eine Kampagne um drei unterschiedliche…
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Die Siedler III: Das Geheimnis der Amazonen
Feinfühlige Frauen-Flöten Hach, was waren Spiele doch früher toll. Da kam ein Game auf den Markt, fertig. Keine Mikrotransaktionen, keinen täglichen Patches, kein Always On. Man lernte, mit den Fehlern zu leben, zockte es bis zum Umfallen und freute sich über jeden bisschen neuen Content – damals noch in Form von Addons. So zumindest meine romantisierte Vorstellung von früher, an eine Zeit vor Gothic III, das man erst mit genügend Patches überhaupt genießen konnte. Heutzutage wäre die Erweiterung Das Geheimnis der Amazonen wohl ein DLC, dabei bringt es eine ganze neue spielbare Fraktion in Form der kriegerischen Amazonen sowie eine eigene Kampagne mit sich. Gespielt habe ich es meiner Erinnerung…
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Anno 1701: Der Fluch des Drachen
Verflucht gut Der Name lässt es schon vermuten: Im Addon Der Fluch des Drachen geht’s ins Fernöstliche. Die elf Missionen umfassende Kampagne wird bis heute von Games-Journalist*innen als besonders gelungen gefeiert – was diese Erweiterung zu einem echten Unikat des Anno-Kosmos macht. Da mir das Hauptspiel damals zu bunt war und mein PC die Grafikanforderungen nicht gepackt hätte, kann ich nicht viel mehr Gehaltvolles von mir geben als das, was im Fan-Wiki steht: [Der Fluch des Drachen bietet] vier neue Computergegner, die auch in der Kampagne auftauchen, die neuen Zierobjekte Rosenhecke, Voliere und Vogelbad, die Katastrophe Meteoriteneinschlag (fälschlich ‚Meteor‘ genannt), neue Aufträge des freien Händlers sowie ein[en] Welteditor, mit dem…
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Anno 1701
Neue Ufer und orchestrale Tiefen Nach Anno 1503 machte die Serie mit dem Nachfolger einen Sprung von zwei Jahrhunderten in Richtung Moderne und landete 2006 mit Anno 1701 den ersten Serienableger, den ich tatsächlich nur wenige Stunden spielte. Grund 1: Die Grafik. Nach dem recht ernsten Look von 1503 war mir 1701 zu bunt, zu comichaft. Alles war etwas quietschiger, knuddeliger – für einen pubertierenden 14-Jährigen ein absolutes No-Go. Grund 2, wenn auch banaler, war dagegen der ausschlaggebendere Punkt: die Technik. Das Spiel wollte sich (wie die meisten Spiele) einfach nicht mit meinem Windows Vista anfreunden und wenn es dann mal lief, ruckelte es zu sehr. Geknickt gab ich mich…
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Company of Heroes
Drei Komponisten, zwei Soundtracks, ein Gefühl Gut 14 Jahre ist es nun schon her, dass Publisher THQ Company of Heroes vom Entwickler Relic Entertainment auf den Markt brachte. Und bis zum heutigen Tage verfolgt mich dieses Spiel. Zum einen, weil es eines der besten, wenn nicht sogar das beste Echtzeitstrategiespiel darstellt, das mir je in die Wichsgriffel gefallen ist. Was es meiner Meinung nach in Sachen strategischem Tiefgang und Spielmechaniken hinter anderen großen Marken zurückfallen lässt – einer der Gründe, warum ich es nie im online gezockt habe – macht es mit seiner dichten Atmosphäre wieder wett. Kaum ein anderes Strategiespiel, das ich gespielt habe, hat Gefechte so nah, so…
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Company of Heroes: Opposing Fronts
Frontschweine Dass Company of Heroes ein gutes Spiel ist, habe ich bereits an mehreren Stellen erwähnt. Das Stand-Alone-Addon Opposing Fronts erweitert diese fantastische Echtzeitstrategiesause um die Briten, die als spielbare Fraktion auf Seiten der Alliierten dazustoßen, und fügt obendrein ein dynamisches Wettersystem ein, das nett aussieht, aber leider keine spielerischen Einflüsse nimmt. Mit einer dazugehörigen Soloplayer-Kampagne gibt es ebenfalls more of the same. Warum ich das alles erwähne? Weil es das Spiel da wie mit seinem Soundtrack hält. Der Score Der stammt erneut von Ian Livingstone und Inon Zur, verzichtet folglich auf einen Beitrag von Jeremy Soule und kommt dadurch deutlich dramatischer, triumphaler und actionreicher um die Ecke marschiert. Berührende…
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Company of Heroes: Tales of Valor
Ruhmreicher Abschluss Mit Tales of Valor erschien zwei Jahre nach Opposing Fronts die zweite und letzte offizielle Erweiterung für Company of Heroes. Statt neuer Fraktionen bekamen wir drei kurze Kampagnen serviert, darunter mit dem Tiger-Ass sogar einen kurzen Ausflug auf die Seiten der Wehrmacht – Novum! Für mich als Deutscher ist so ein Ausbruch aus den Konventionen und ein Blick auf die Gegenseite immer spannend, immerhin kennen wir das gewohnte Amerika-Hurra aus zahllosen Zweiter-Weltkrieg-Kampagnen von Medal of Honor bis Call of Duty aus dem FF. Damit möchte ich natürlich keine der Gräueltaten gutheißen oder nachspielen, es geht mir lediglich um den erfrischenden Perspektivwechsel. Der Score An der Soundtrackfront bleibt der…
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Star Wars Jedi: Fallen Order
John ohne Williams Was habe ich mich auf Star Wars Jedi: Fallen Order gefreut, als es angekündigt wurde. Was war ich enttäuscht, als es erstes Gameplay zu sehen gab und was war ich überrascht, als ich beim Spielen durchaus meinen Spaß hatte. Und nach dieser Berg- und Talfahrt kann ich ja fast froh sein, in einem Stadium der Gleichgültigkeit angekommen zu sein, in das mich der Soundtrack von Stephen Barton (Titanfall, Call of Duty 4: Modern Warfare) und Gordy Haab (Star Wars: The Old Republic) versetzt hat. Bei meiner Game-Review zu Fallen Order hatte ich noch die tolle Star Wars-Atmosphäre gelobt und hervorgehoben, wie gut der Stil der Filmmusik von…